Der perfekte Monitor für mein MacBook Air?
Lesedauer: 14 MinutenWas ist der perfekte Monitor für ein MacBook? 32″ und 4K sind unter Windows super. Nicht beim Mac. Ich erkläre das Problem der Skalierung.
Nachdem mein iMac 27“ nicht mehr nutzbar war kaufte ich mir ein MacBook Air 15“ mit M2 Prozessor. Aber mir fehlt die große Bildschirmfläche, die der iMac mit seinem 5K Screen anbot. Das Bild ist superscharf und bestens ablesbar. Apple nennt diese Pixeldichte von 220 PPI auf seinen iMacs dann auch Retina-Pixeldichte. Das wollte ich dann auch haben mit einem externen Monitor. Aber bei der Recherche nach dem optimalen Gerät erfährt man erst, was für ein Schnäppchen der iMac 27″ mit seinem 5K Screen war. Es gibt nämlich kaum vergleichbare Angebote auf dem Monitor Markt mit 27″ und 5K Auflösung. Was ist der perfekte Monitor für mein MacBook Air und gibt es diesen auch von einem anderen Hersteller als Apple?
Skalierung auf dem Mac
Wenn man anfängt sich mit dem Thema externer Monitor für einen Mac zu beschäftigen, dann kommt einem immer der Hinweis auf die Skalierung auf dem Mac durch Apple vor die Augen. Dies bedeutet, dass Apple für seine Macs anders skaliert als es zum Beispiel Microsoft bei seinem Windows macht. Während Microsoft Skalierungsfaktoren wie 125% und 150% ohne Probleme anwenden kann, sieht dies bei Macs anders aus.
Microsoft vergrößert die einzelnen Windows-Elemente auf dem Screen einfach um den Skalierungsfaktor. Die Auflösung bleibt jedoch nativ, wie das Display es anbietet. Es wird also auf einem 4K Bildschirm auch ein 4K-Bild dargestellt.
Apple hingegen kennt eigentlich nur zwei Pixeldichten. Die eine wird normal genannt und ist 109 PPI und die andere ist die Retina-Pixeldichte und beträgt 218 PPI. Welche Monitorgrößen qualifizieren sich als Retina-Screens? Kurz gesagt, alle die eine Pixeldichte von 218 PPI haben. Hier ein paar Beispiele:
| Bildschirmdiagonale (in Zoll) | Auflösung (Bildpunkte) | Beispiele |
|---|---|---|
| 21,5″ | 4K (4096×2304) | iMac 21,5″, LG Ultrafine 4K |
| 24″ | 4,5K (4480×2520) | iMac 24″ |
| 27″ | 5K (5120×2880) | iMac 27″, Apple Studio Display, LG Ultrafine 5K, Samsung Viewfinity S9 |
| 32″ | 6K (6016×3384) | Apple Pro Display XDR, Dell U3224KBA |
Wenn man also keinen Monitor mit der hohen Retina-Pixeldichte hat, dann ist jede ausgewogene Darstellung der Mac Oberfläche (Bedienelemente, Schrift) auf dem Screen eher unscharf. Das liegt an dem speziellen Verfahren der Skalierung, die Apple dann auf Nicht-Retina-Screens durchführt.
Beispiele für Skalierungen auf einem Mac
Wenn man einen 27″ Monitor mit 4K Auflösung nutzt, dann versucht Apple nach Art eines Retina-Displays die Pixel verdoppelt auf diesem Screen anzuzeigen. Damit wird auf einem Screen mit 3840×2160 Pixeln standardmäßig eine Darstellung als 1920×1080 Bild gewählt. Da ist nichts skaliert und entspricht leider nur einer Full HD-Auflösung. Apple zeigt aber auf dem iMac 27″ die Mac Oberfläche in einer 2560×1440 Darstellung. Jeder Bildpixel wird verdoppelt und damit ist das Bild viel schärfer und man erhält mehr nutzbare Bildfläche, als dies mit 4K Auflösung der Fall wäre. Will man das?
Natürlich kann man auf einem 27″ Monitor mit 4K Auflösung doch eine Darstellung als 2560×1440 Bild erreichen, wie es zum Beispiel auf dem iMac 27″ gezeigt wird. Das entspricht aber einem Skalierungsfaktor von 1,5 (150%). Dies löst Apple dadurch, dass der Mac Desktop auf die doppelte 5K-Auflösung von 5120×2880 Bildpunkten virtuell gerendert wird. Und tatsächlich wird das Bild dann um die Hälfte runterskaliert auf dem 4K Screen dargestellt. Hört sich kompliziert an und ist es auch. Durch diese Skalierung erhält man damit natürlich ein unschärferes Bild, als wenn man wirklich einen Monitor mit echter 5K Retina-Auflösung hätte. Einige Nutzer merken es sofort. Anderen fällt es überhaupt nicht auf.
Extremer wird es, wenn man einen 32″ Monitor mit 4K Auflösung nutzt. Wie wir oben gesehen haben, wäre für eine Retina-Pixeldichte auf einem 32″ Monitor ein Display mit 6K Auflösung erforderlich. Wenn man auf diesem Screen ein 3008×1692 Bild (die Hälfte der 6K-Auflösung von 6016×3384 Pixeln) darstellen möchte, dann muss ein Skalierungsfaktor von ca. 1,25 (125%) angewendet werden. Auch hier kann man sagen: einige Nutzer merken die Unschärfe von Text und Linien sofort. Anderen wiederum fällt auch das nicht auf. Außerdem sind die einzelnen Bildpunkte auf einem 32″ Bildschirm größer und damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Unschärfe auffällt.

Wer mehr über PPI oder Skalierung auf einem Monitor erfahren will, dem empfehle ich diesen Beitrag. Dort findet man auch das großartige PPI-Chart, das die Pixeldichte von Monitoren in die Klassen Good for non-Retina, The Bad Zone und Good for Retina einstuft.

Skalierung auf meinem MacBook Air 15″
Ein Blick auf mein MacBook Air 15″, was ich für diesen Beitrag nutze, zeigt mir auf, dass auch hier eine non-Retina-Skalierung passiert und trotzdem die Schriften nicht unscharf wirken. Faszinierend.
Das Display liefert eine native Auflösung von 2880×1864 Pixeln. Interessanterweise wird in Systemeinstellungen/Displays ein 1710×1107 Bild als Standard angeboten. Das ist eine Skalierung um den Faktor 1,68. Eine saubere Retina-Auflösung wäre aber ein 1440×932 Bild (die Hälfte der nativen Auflösung). Superscharf, aber dann sind alle Fensterelemente zu groß. Ich selbst habe mich aber für Mehr Fläche entschieden, was einem 1920×1243 Bild entspricht. Hier kommt dann eine Skalierung um den Faktor 1,5 zum Einsatz.
Trotzdem sieht die Schrift auf all diesen skalierten Ansichten scharf aus. Vielleicht liegt das aber nur daran, weil auch dieser Screen eine Pixeldichte von 224 PPI hat.
Realitäten im Monitor-Markt
Nach diesen Vorbetrachtungen habe ich mir den Markt der Computermonitore angeschaut. Es gibt durchaus Monitor-Märkte für unterschiedliche Zielgruppen.
Da gibt es einerseits die Designer, die mit hochwertigen Panels arbeiten wollen, die eine gute Farbtreue und Farbtiefe haben. Alle benötigten Farbräume sollen mit diesen Panels bestmöglich abgedeckt werden. Darüberhinaus sollen sie auch von allen Seitenwinkeln gut ablesbar sein. Hier bieten sich vor allem OLED- als auch IPS-Panels an.
Dann gibt es andererseits die Gamer, die Wert auf hohe Bildwiederholraten legen. Statt 60 Hz, wie in den meisten Monitoren kommen dort Bildwiederholraten von 144 Hz und mehr zum Einsatz. Ein weiterer wichtiger Faktor für Gamer ist die Reaktionszeit. Normale Bildschirme haben 5 ms Reaktionszeit, Gamer-Monitore liegen bei 1 ms und kürzer. Besonders TN-Panels sind hier die bevorzugte Variante.
Standard ist heute eine 4K-Auflösung (UHD) in Verbindung mit einem 16:9 Seitenverhältnis. Diese Auflösung wird in Panels der Größen 26″ bis 32″ angeboten. Sehr selten findet man die 5K-Auflösung (UHD+ von Apple, Samsung, LG) und noch seltener ist die 6K-Auflösung (von Apple, Dell). Einen Monitor mit 8K von Dell habe ich auch in einer Aufstellung finden können.
Neben der Qualität des Panels ist auch die Auswahl der Schnittstellen entscheidend für den Preis der Monitore. USB-C gehört in Verbindung mit HDMI- und Display-Ports zum Standard. Wer mehr bezahlt bekommt auch Thunderbolt-fähige Monitore. Der Vorteil gegenüber der USB-C-Variante ist eine viel höhere Datenbandbreite, die über das Thunderbolt-Kabel läuft. Damit werden die Monitore zu Daten-Hubs.
Meine persönlichen Kriterien für einen Monitor
Ich hätte gerne einen Retina-Screen wie den im iMac 27″. Diesen finde ich allerdings nur bei Apple (zu teuer), Samsung (nicht mein Fall) oder LG (gibt es leider nicht mehr). Die Monitore für Designer sind gut, aber zu teuer. Die Leistungen der Gamer-Monitore brauche ich nicht für meine Nutzungsszenarien. Obwohl ich schon gerne die PS5 über HDMI anschließen würde. Da könnten hohe Bildwiederholraten und kurze Reaktionszeiten helfen. Aber ich bin eher ein casual Gamer und spiele selten.
Ich benötige den Monitor, um mein MacBook und zwei weitere Windows-Laptops daran anzuschließen. Eines von meiner Firma und eines, welches mir mein Kunde zur Verfügung gestellt hat. Ich lese und schreibe vor allem Texte und für diese Zwecke brauche ich eine gute Lesbarkeit. Seit Jahren arbeite ich selten mit großen Monitoren, wenn ich beruflich unterwegs bin. Dann sind es meistens nur die 14 bis 15 Zoll Monitore der Laptops, die ich nutzen kann.
Das soll jetzt anders werden. Ich möchte ein 32″ Display haben, an den ich drei verschiedene Notebooks über USB-C mit Power Delivery anschließen kann. Außerdem möchte ich zwei HDMI-Ports haben, an die ich andere Geräte wie die PS5 und das Apple TV anschließen kann. Der für mich akzeptable Preis liegt zwischen 500 und 600€.
Exkurs: Curved Widescreen Monitore
Natürlich habe ich mich auch mit Curved Widescreen Monitoren wie dem LG UltraWide 40WP95C-W beschäftigt. Ich muss zugeben, dass ich versucht war, diesen zu kaufen. Ein Mac und ein PC lassen sich über Thunderbolt leicht anschließen und werden darüber geladen. Die leichte Kurve erleichtert das Ablesen des Screens sehr und bringt viel Spaß bei der Arbeit. Die Auflösung von 5120×2160 (WUHD), 21:9, 140ppi, entspricht einem 32″ Monitor mit 4K Auflösung. Auch hier wird man auf 125% skalieren müssen, um eine ausgewogene Darstellung der Mac Oberfläche (Bedienelemente, Schrift) auf dem Screen zu erhalten. Der Monitor bietet auch zwei HDMI-Anschlüsse, über die ich die PS5 und ein Apple TV anschließen könnte.
Aber: weder die PS5 noch das Apple TV wissen die Breite richtig zu nutzen. Es verbleiben schwarze Ränder links und rechts, wenn man diese Geräte auf einem Curved Widescreen Monitor nutzt. Oder sie werden gestreckt dargestellt, was zwar akzeptabel ist, aber nicht so gedacht ist. Und natürlich ist es auch mit 1000€ zu teuer. Aber für viele dürfte das eine Traum-Arbeitsumgebung sein.
Meine Monitor-Favoriten
Die meisten Displays, die meine Anforderungen erfüllen, haben nur ein 4K Panel. Wenn ich die obigen Betrachtungen bezüglich der Skalierung beim Mac berücksichtige, dann würde ich für 32″ Bildschirmdiagonale aber ein 6K Panel benötigen. Außerdem müßte ich das angezeigte Bild auf 3008×1692 skalieren, damit die Bedienelemente und die Schrift die richtige Größe haben. Das wäre eine 125% Skalierung.
Damit gehört ein Monitor mit den obigen Vorgaben zu The Bad Zone bezüglich der Pixeldichte (nur knapp 140 PPI). Aber Kompromisse müssen halt gemacht werden, wenn man nicht bereit ist, das Geld für ein echtes Retina-Display hinzulegen.
Ein wirklicher Konflikt. Ob ich die Unschärfe durch die Skalierung wahrnehmen werde? Meine Augen sind mittlerweile so schlecht, dass ich mit Hilfe einer Lesebrille (+2 Dioptrien) recht nah an den Monitor heranrücken müßte.
Welche Geräte bieten sich gerade an? Ich habe geizhals.de genutzt, um mir einen aktuellen Marktüberblick zu verschaffen. Meine Filter sind:
- Diagonaleklasse: 32″
- Auflösung: 3840×2160 (4K UHD)
- Panel: IPS
- Helligkeit typisch: ab 400cd/m2
- Gelistet seit: 2022
- Preis: bis 650€

Ergebnisse der Recherche

- Elf Monitore wurden mir angezeigt.
- Fünf Geräte sind von LG, zwei von Dell, eines von HP, eines von AOC, eines von Philips und eines von BenQ.
- Die meisten sind 60 Hz Panels, aber 4 haben auch 144 Hz Panels.
- Diese 144 Hz Monitore sind Gamer Monitore und haben vor allem HDMI 2.1 und DisplayPort-Anschlüsse. Ein angeschlossener Laptop kann nicht über USB-C mit Power Delivery verbunden werden.
- Zwei der LG Geräte gehören zur Klasse der MyView Smart Monitor. Sie sind auch ein Mediaplayer mit WebOS-Oberfläche. Beispielsweise kann per AirPlay 2 direkt auf diese Monitor gestreamt werden.
Meine Entscheidung
Ich kann gleich die LG MyView Smart Monitore und die Gamer Monitore ausschließen. Es bleiben damit nur folgende Geräte in der engeren Wahl:
| Monitor | Vorteile | Nachteile | Preis |
|---|---|---|---|
| LG UltraFine 32UQ850V-W und LG UltraFine 32UQ85R-W, beide 31.5″ | IPS Black Panel mit guten Kontrasten und Schwarzwerten; Lautsprecher 2 x 5 W; Kontrast 2000:1; | externes Netzteil | ca. 500€ |
| HP U32, 368Y5AA, 31.5″ | Reaktionszeit: 4ms; | nur 1 HDMI Anschluss; externes Netzteil; keine Lautsprecher | ca. 500€ |
| BenQ MA320U, 31.5″ | Helligkeit: 550 cd/m2; MacBook Farbkalibrierung; MacBook Unterstützung mit BenQ Display Pilot 2 (Helligkeit, Lautstärke); internes Netzteil | Lautsprecher 2 x 3 W (schlechter Sound); Gewicht; noch nicht verfügbar | 599€ |
| Dell UltraSharp U3223QE, 31.5″ | IPS Black Panel mit guten Kontrasten und Schwarzwerten; Kontrast 2000:1; KVM Switch; internes Netzteil | Reaktionszeit: 8ms; nur 1 HDMI Anschluss; hohes Gewicht; keine Lautsprecher; Preis | ca. 650€ |
Von diesen Monitoren gefällt mit der BenQ MA320U am besten. Er hat auch einen kleineren Bruder MA270U mit einem 27″ 4K Panel. Die Besonderheit bei diesen Monitoren ist, dass sie speziell Benutzer von MacBooks ansprechen. Leider kann man ihn noch nicht kaufen, da er erst im August vorgestellt wurde und in geizhals.de erst seit Ende Oktober gelistet ist. Selbst über BenQ kann man diese Geräte nicht kaufen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages.

Als zweite Wahl wären dann die LG Ultrafine Monitore mit ihren IPS Black Panels zu nennen. Aber ein externes Netzteil ist eine Komponente zu viel, die ich hinter dem Schreibtisch platzieren möchte.
Weder der Dell UltraSharp noch der HP Monitor haben eingebaute Lautsprecher. Vor allem ist die Anzahl der verfügbaren HDMI-Eingänge bei beiden Monitoren zu gering.
Fazit
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages gibt es keinen Monitor, der meine Anforderungen vollständig erfüllt. Vielleicht sollte ich noch auf die eierlegende Wollmichsau warten. Diese würde folgende Features bieten:
- Diagonaleklasse: 32″
- Auflösung: 6016×3384 (6K)
- Bildwiederholfrequenz: mindestens 60 Hz
- Panel: IPS oder OLED
- Pixeldichte: 218 PPI
- Panel Besonderheiten: Full Array Local Dimming oder Mini LED
- Helligkeit typisch: ab 500 cd/m2
- Kontrast typisch: ab 1500 :1
- Reaktionszeit: <= 5 ms
- Beschichtung: non-glare (matt)
- Farbtiefe: 10 bit
- Farbräume: alle erforderlichen, z.B. auch einen MacBook-Farbraum 😉 wie bei BenQ
- Grafikanschlüsse: HDMI (mindestens 2), Thunderbolt 3 oder 4, USB-C mit PowerDelivery mindestens 90W
- Audio: Lautsprecher mit vernünftigen Klang. Wie beispielsweise im Apple Studio Display
- Ergonomie: höhenverstellbar, Pivot, drehbar, neigbar
- Stromversorgung: intern
- Besonderheiten: KVM Switch, Picture in Picture, Webcam,
Das Gerät mit all diesen Eigenschaften gibt es nicht. Am nächsten kommt wahrscheinlich das Apple Pro Display XDR mit Nanotexturglas für knapp über 5800 Euro ohne Stand. Es hat allerdings keine HDMI-Anschlüsse, keine Lautsprecher und keine Webcam.

Eine bezahlbare Alternative wäre dann von Dell der UltraSharp U3224KBA. Für knapp 2150€ bekommt man ein tolles Paket. Das müßte man mindestens investieren, wenn meine Anforderungen zu 90% erfüllt sein sollten. Aber auch hier fehlt ein zweiter HDMI-Anschluss und es ist ein normales LED Panel ohne Full Array Local Dimming. Die Reaktionszeit ist nur 8 ms.
Also, was tun? Viel Geld in die Hand nehmen für ein superscharfes Retina-Display von Apple oder Dell? Oder sparen und ein 4K Panel wählen und mit Unschärfe bei der Textdarstellung leben? Eine schwere Entscheidung. Letztendlich ist es aber immer das Geld was zählt. Vielleicht warte ich doch auf das BenQ MA320U und teste die Textdarstellung bei Skalierung auf ein 3008×1692 Bild. Ich kann es ja bei Nichtgefallen wieder zurücksenden.
Nachtrag 25.1.2025 – BenQ kann liefern
Es geht los. Seit Mitte November warte ich auf die Gelegenheit, diesen Monitor für mich testen zu können. Heute Morgen bekam ich von BenQ die Information, dass der Monitor wieder verfügbar ist. Warum hat dies solange gedauert? Haben die politischen Vorgänge in Südkorea zu dieser Verspätung geführt? Ich habe den Monitor sofort bestellt. Am 27.1.2025 soll der BenQ MA320U schon bei mir ankommen. Ich bin sehr gespannt, wie 140 dpi auf eine Entfernung von einem Meter aussehen werden.
Heute am 27.1.2025 ist der Monitor angekommen und ich habe ihn aufgebaut. Alles ganz einfach und gut verständlich beschrieben.




MacBook Air?
Über USB C habe ich mein MacBook Air angeschlossen. Wie im Beitrag angekündigt habe ich die Auflösung auf 3008×1692 eingestellt. Dies ist wirklich der perfekte Mix von Größe der Bedienelemente und der nutzbaren Fläche.

Und was soll ich sagen? Ein angenehm scharfes Bild ohne ausgefranste Ränder bei den dargestellten Zeichen. So sollte es sein. Das Farbprofil von BenQ für das MacBook Air sieht auf dem Monitor identisch zu dem aus, was ich auf dem MacBook Air wahrnehme. Über Display Pilot 2, eine Software, die ich von der BenQ-Website runterlade, kann ich die Helligkeit und die Lautstärke des Monitors über die MacBook-Tastatur einstellen. Dabei fällt mir auch auf, wie schlecht der Ton des Monitors ist. Mit zwei Mal drei Watt kommt wirklich nicht viel Sound über die Lautsprecher des Monitors. Aber das wusste ich vorher.
Die manuelle Einstellmöglichkeit über einen kleinen Joystick an der Unterseite des Gehäuses erlaubt nur vier Funktionen. Lautstärke, Helligkeit, Eingangsauswahl (USB C, HDMI 1 und HDMI 2) und eine kurze Information über das Gerät und seine Einstellung. Über einen QR Code wird auf die Nutzung von Display Pilot 2 hingewiesen, um tiefgreifende Konfigurationen an diesem Monitor durchzuführen. Diese Software gibt es für den Mac und Windows PCs. Leider darf ich mir die Software nicht auf meinen Firmen- und Kundencomputer herunterladen. Deshalb stehen mir dann keine weiteren Einstellmöglichkeiten für diesen Monitor zur Verfügung. Schade, das ist wirklich eine wesentliche Einschränkung.
Aber insgesamt finde ich es positiv, dass die Onscreen Bedienung so einfach gehalten ist. Der BenQ MA320U funktioniert einfach. So soll es sein.
Window PCs?
Auch die Windows Laptops verbinden sich perfekt mit dem Monitor über USB C. So soll es sein. Das Bild ist aber deutlich schärfer als über die skalierte Version des MacBooks. Dort wirken die Schriften doch ein wenig weicher und verschwommener. Aber wie ich schon gesagt habe, die 140dpi des Monitors bringen eine ausreichende Schärfe für mich. Bei Windows ist die 125%-Skalierung aber eindeutig schärfer.
Playstation 5?
Kurz umschalten auf die Playstation 5? Läuft perfekt. Diese ist über HDMI angeschlossen. Über einen kleinen Steuerhebel an der Unterseite kann ich den Eingang umschalten. Da ich mit dem BenQ Monitor auch einen HDR-fähigen Monitor habe, präsentiert die Playstation 5 bei der erstmaligen Nutzung die HDR-Einstellungen. Drei Helligkeitseinstellungen sind manuell zu entscheiden und schon kann es mit der Playstation 5 losgehen.
Apple TV?
Apple TV? Auch das Gerät habe ich über HDMI angeschlossen. Es ist noch ein altes Full HD-Gerät. Der Monitor skaliert dieses Bild einwandfrei auf 4K-Darstellung.
Fazit zum BenQ MA320U
Der BenQ MA320U ist für mein Einsatzszenario der perfekte Monitor. Meine Sorge wegen der Schärfe des Textes war unbegründet. Natürlich ist ein 6K-Panel für die 32″ Größe überlegen. Eine Pixeldichte von 220dpi ist eindeutig 140dpi vorzuziehen. Aber für mich stellt sich die 4K-Auflösung auf 32″ doch als ausreichend heraus. Ich werde diesen Monitor jetzt in den nächsten Wochen intensiven Tests unterziehen. Immerhin ist es mein Arbeitsmonitor, den ich Tag für Tag viele Stunden nutzen werde.
Die Qualitätsanmutung des Gehäuses ist im Vergleich zu meinen alten iMacs oder einem Apple Studio Display eher bescheiden. Silberneres Kunststoff auf der Rückseite soll das Silber eines Apple-Gerätes simulieren, tut es aber eher schlecht. Ein iMac ist auch viel eleganter und dünner gestaltet. Wenigstens gibt es bei einem solchen Display nicht das große Kinn eines iMac. Eine Kunststoffscheibe deckt das Panel ab, anstelle einer Glasscheibe bei Apple. Hier sieht man, wie der Preisunterschied begründet werden kann. Aber man muss BenQ zugute halten, dass die Anschlüsse sauber auf der Rückseite wie bei Apple rausgeführt sind. Man muss nicht wie bei vielen anderen Monitoren raten, wo die Anschlüsse versteckt sind.

Das Beste an ihm ist, dass ich zwischen den unterschiedlichen Computern schnell umschalten kann, indem ich das USB C Kabel in die Laptops einstecke. Zusätzlicher Mehrwert ist, dass die Laptops darüber geladen werden. Minimaler Einsatz von Kabeln auf meinem Schreibtisch 😀
Und vor allem auch unter dem Schreibtisch. Ich habe mir von Expresszuschnitt ein Set Schreibtisch-Kabelkanäle Weiß besorgt und montiert. Und voila, endlich alles aufgeräumt, keine Kabel an denen man hängenbleibt.
Anmerkung: auf der Website bei BenQ ist der Monitor am Abend des 27.1. wieder nicht verfügbar. Merkwürdig, wie angespannt die Liefersituation bei BenQ ist.
