Der iMac 2017 ist da

Nach kurzer Lieferzeit ist nun der neue iMac da. Vor kurzer Zeit ist mein iMac 2011 nicht mehr zuverlässig gelaufen (ich berichtete darüber). Nun habe ich nach vielen Jahren das erste Mal wieder eine Migration all meiner Daten auf einen neuen Mac.

Die beiden iMacs sind von vorne nicht zu unterscheiden. Selbst das Retina-Display vermittelt nicht unmittelbar ein neues Gefühl. Es ist für mich nicht wirklich so, daß mit der 5K-Auflösung eine sehr viel bessere optische Quality unmittelbar wahrzunehmen ist. Aber vielleicht lag das auch an meinen müden Augen, die nach stundenlanger Migration über Nacht doch sehr gestresst waren.

Von der Seite und von hinten sind dann die wirklichen Unterschiede wahrzunehmen. Am Rand ist der iMac 2017 sehr viel schlanker als der iMac 2011, eine Änderung, die eventuell schon seit 2012 am Markt ist. Der iMac 2017 ist nicht ein wirklich neuer Computer. Das Design ist seit 2012 unverändert, der Prozessor ist ein Intel Core i7 der 7. Generation. In diesem Jahr werden bereits Intel Core i7 der 9. Generation von anderen Herstellern verbaut. Aber die Anschlüsse sind auch 2019 immer noch top-aktuell. Zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse und 4 USB 3-Anschlüsse sind immer noch zeitgemäß.

Innen hat sich dann auch viel getan. Der RAM ist bis 64 GB erweiterbar. Zur Zeit habe ich 16 GB eingebaut, mit einer Option für zusätzlichen RAM in der Zukunft. Sehr gerne hätte ich eine große SSD genommen, aber Apple ist in der Preisgestaltung immer noch unverschämt. So ist es ein 3TB Fusion Drive geworden. Die Grafikkarte ist auch heute noch sehr gut mit 8GB VRAM. Endlich sind Handover-Funktionen über Bluetooth möglich, wie die Entsperrung des iMac mit einer nahen Apple Watch.

Kommen wir nun zum Restore aus dem Time Machine Backup. Ich würde gerne berichten, daß es ein „it just works“-Scenario war, aber das war es dann leider nicht. Stattdessen hat er zwar suggeriert, daß er eine Wiederherstellung durchgeführt hat, aber dies war viel zu schnell. Tatsächlich hat die Prüfung ergeben, daß ein nackter neuer Rechner aufgesetzt wurde und keine Daten aus dem Time Machine Backup aufgespielt wurden.

Zum Glück kenne ich mich mit der Mac-Plattform so gut aus, daß ich die Wiederherstellung nochmal forcieren konnte. Ich möchte nicht wissen, wie ein unerfahrener Mac-User sich da weitergeholfen hätte. Danach wurden 1,7TB in über 7 Stunden aufgespielt und danach hatte ich einen Rechner wieder mit High Sierra.

Die Prüfungen ergaben, daß eine der virtuellen Maschinen aus Parallels nicht im Backup enthalten war. Ich konnte sie mittels einer Transfer-Platte von meinem alten iMac rüberkopieren. Die Email-DB und die Fotos-DB wurde länger überprüft, war danach aber vollständig. Aus irgendeinem Grund konnte ich die gmx.de-Emails nicht mehr abrufen, obwohl ich das richtige Passwort eingegeben hatte. Und dann kam auch der erwartete Schock, daß der neue iMac 125000 Fotos und Videos mit der iCloud-Fotomediathek wiederum abgleichen wollte.

Aber ansonsten war alles andere verfügbar. Viele Programme wurden allerdings mit zusätzlichen Warnungen gestartet, daß die Programme nicht für diesen Rechner und die Auflösung angepasst sind.

Über Nacht ist dann das erste Time Machine-Backup erfolgreich gelaufen.

Schließlich habe ich dann auch Steam und Rise of the Tomb Raider installiert und der Benchmark-Test hat durchgängig 60FPS angezeigt. Schon geil 😉

Ich hoffe, damit bin ich schon fast auf der sicheren Seite. Jetzt kommt meiner Meinung nach noch der Foto- und Video-Abgleich, der mehrere Tage dauern kann und dann werde ich auch auf Mojave aktualisieren.

Update 20.2.2019: ich habe nach Rücksprache mit einem Kollegen auf Mojave umgestellt, obwohl die Foto-Replikation noch nicht abgeschlossen war. Sie läuft jetzt in Mojave weiter. Bis heute früh standen weiterhin 100.000 Fotos und Videos zur Replikation aus.

Mit dem Dark-Mode kann ich nicht viel anfangen, gerade bei Emails in Vollbilddarstellung ist die weiße Textseite doch schreiend hell, im Vergleich zu den dunklen Elementen.

Der Fehler bei gmx.de konnte ich nur mit einem Workaround beheben, indem ich den alten gmx.de-Eintrag umbenannt habe und einen neuen eingetragen habe. Der hat sofort funktioniert. Da scheint bei Mail noch einiges im Argen zu sein.

Dann habe ich noch festgestellt, daß die iPhoto-DB nicht im Backup enthalten war, obwohl diese nicht zu den Ausnahmen in den Time Machine-Einstellungen gehörte. Verständlich aber war, daß das Download-Verzeichnis nicht im Backup war. Das muß ich heute nochmal mit der Transfer-Festplatte korrigieren. Und ich werde noch ein wenig kritischer auf weitere Datenlücken schauen müssen.

Update 27.2.2019: diesen Sonntag habe ich den alten iMac endlich plattmachen können. Zuerst habe ich das FusionDrive formatiert und danach ein frisches 🙂 MacOS High Sierra installiert. Am Montag brachte ich den iMac Originalverpackt bei meinem Neffen vorbei und er konfigurierte den Rechner für sich. Happy Birthday, mein Grosser

So weit so gut …

Gegen Dienstag Mittag startete er wiederum den iMac, nur um festzustellen, dass er nicht mehr hochbootete, sondern nach kurzer Zeit immer einen Restart durchführte. Mist: wieder das gleiche Problem. Der Hardwaretest ergab wiederum keine Fehler. Aber ich befürchte, daß das FusionDrive ein Problem hat.

Nun ja, wir werden das FusionDrive mal aufheben müssen und dann mal schauen, ob die SSD oder die Festplatte ein Problem haben.

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