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The evolution of Android, from 1.0 to Ice Cream Sandwich – YouTube

iOS vs. Android? Oder doch Apple gegen den Rest der Welt?

Seit 2007 haben iOS und Android den Markt der Smartphones revolutioniert und dominieren ihn nun nach StĂŒckzahlen und nach Apps. Beide App Stores bieten nun dieselbe Anzahl von Applikationen an und so richtige Diversifizierung ĂŒber Apps ist nicht wirklich mehr möglich. Auch die Inhalte und Services sind durchaus Ă€hnlich und geben keinen wirklichen Hinweis, fĂŒr welche der beiden Smartphone-Plattformen man sich entscheiden sollte.

Android bietet natĂŒrlich eine grĂ¶ĂŸere Vielfalt an GerĂ€ten und auch niedrigeren Einstiegspreisen. WĂ€hrend alle großen Consumer Electronics Riesen wenigstens ein Android-Phone im Angebot haben, steht Apple alleine als Hersteller der iPhones da. Aufgrund dieses grĂ¶ĂŸeren Angebots und der niedrigeren Preise hat sich die Android-Plattform einen grĂ¶ĂŸeren Marktanteil herausgearbeitet als Apple den mit iOS hat. Aber Apple hat den Löwenanteil am Profit im Mobil-Markt. Wirklich eine verrĂŒckte Welt.

Was bedeutet das fĂŒr den User, der vor der Frage steht: iOS oder Android? Die Telekommunikations-Dienstleister machen es ihm leicht und bieten Android-Phones extrem subventioniert an. DAS Android-SpitzengerĂ€t Samsung S3 wird bereits fĂŒr 1 Euro mit 24 Monatsvertrag verschleudert. Da fĂ€llt die Entscheidung nicht schwer. Viel eher hat man heute aber eine andere Frage zu beantworten: welcher Plattform vertraue ich mein Geld fĂŒr die nĂ€chsten Jahre an. Denn diese strategische Entscheidung wird mit dem Kauf des Smartphones getroffen.

Entscheidung fĂŒr eine Plattform

Der User entscheidet sich heutzutage nicht mehr nur fĂŒr das GerĂ€t und das Betriebssystem, sondern vor allem fĂŒr die Inhalte, die er ab diesem Zeitraum konsumiert. Endlich hat jede Plattform Services und Medien zu bieten, die man legal konsumieren darf, da dies entweder durch Kauf, Leihe, Abo oder Ă€hnliche Konzepte legitimiert wird. Sowohl Apple als auch Google, Amazon, Microsoft, Spotify, Facebook und andere Medienanbieter haben VertrĂ€ge mit den Rechteanbietern abgeschlossen, die eine Nutzung durch den Kunden auf seiner Plattform erlauben. Damit wird es dem Nutzer schwierig, wenn nicht gar unmöglich gemacht, dieselben Medien auf einer anderen Plattform zu nutzen als jener, auf der man sie ursprĂŒnglich gekauft hat.

Man bindet sich also langfristig an eine Plattform: Amazon und Google haben das natĂŒrlich erkannt und versuchen die Massen auf ihre Medien-Plattformen zu ziehen, indem sie die LesegerĂ€te zum Selbstkostenpreis verschleudern. Kindle Fire bei Amazon und Nexus 7 bei Google. Es ist wie im frĂŒhen 20ten Jahrhundert, als Ölfirmen Petroleum-Lampen verschenkt haben, um eine grĂ¶ĂŸere Nachfrage nach Petroleum zu erzeugen.

Ich wĂŒrde vermuten, daß sich die Android-Plattform hier sehr viel besser in Zukunft entwickeln wird, da sich der preissensitive User aufgrund der niedrigeren Einstiegspreise fĂŒr diese entscheiden wird. Und dann ist man als User endgĂŒltig fĂŒr die Apple-Inhalte verloren. Apple bietet zwar Musik, Filme, Apps, BĂŒcher und anderes ĂŒber die iTunes-Applikation auf Windows-PCs an, aber nicht auf Android Smartphones. Damit verschließt sich Apple dem großen Kundenmarkt und wird aufgrund der vergleichbaren Angebote auf beiden Plattformen nicht so stark wachsen.

Kann Apple Android Verhindern?

Diese Überlegung ist mit Sicherheit Apples Treiber von Klagen gegen die Produzenten von Android Smartphones und Tablets: verhindern, daß die Android-Plattform sich als stabile und zukunftssichere Plattform fĂŒr User und Konsumenten von gekauften Inhalten etabliert. Ich wĂŒrde aber vermuten, daß dieser Zug bereits abgefahren ist und die Kunden vor allem ĂŒber den Preis der mobilen GerĂ€te entscheiden und nicht ĂŒber langfristige Mehrkosten, die ihnen entstehen, wenn auf eine andere Plattform gewechselt werden muss und die gekauften Inhalte verloren gehen.

Und was macht Microsoft?

Interessant wird es, wenn dann Microsoft mit Windows 8 erfolgreich sein sollte. Microsoft hat von Apple gelernt und versucht mittlerweile auch sein Ökosystem abzuschotten und den Medienvertrieb ĂŒber eigene Services zu kanalisieren und ĂŒber eine Handling-Fee am Umsatz beteiligt zu sein. Aufgrund der starken Marktposition am PC-Markt muss man Microsoft als nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren Player im Mobil-Markt sehen und natĂŒrlich auch im Medienvertrieb. Ich wĂŒrde vermuten, daß dann weniger Apples Marktanteile leiden werden, sondern daß sich Microsoft am Android-Kuchen bedienen wird.

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