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Overview | Onion Pi | Adafruit Learning System

Der zweite Teil meiner Aktion Andy goes Darknet. Mit Hilfe des Adafruit Learning System und einem ausgewiesenen Unix-Experten

Selbstversuch Digitale PrivatsphĂ€re – zweiter Teil. Mit Hilfe des Adafruit Learning System lĂ€uft die gesamte Datenkommunikation aller GerĂ€te ĂŒber das TOR-Netzwerk.

Was war das fĂŒr ein Spass. Eigentlich war das kleine KĂ€stchen ja eher dafĂŒr gedacht, dass mein kompletter IP-Traffic ĂŒber das Tor-Netzwerk lĂ€uft und damit eine Anonymisierung meiner IP-Adresse fĂŒr den EmpfĂ€nger erreicht wird. 

Ja, das habe ich nun erreicht. Nicht nur der IP-Traffic meines TorBrowsers wird ĂŒber das TOR-Netzwerk geschickt, sondern auch alle anderen Datenpakete. Email, andere Services und was auch immer sich gerade ins Internet verbinden möchte, ist damit anonymisiert – wenigstens was die IP-Adresse angeht. 

Aber der Weg dahin war viel interessanter. Der o.g. Link beschreibt, wie mit einem fertig konfigurierten Raspberry Pi inklusive eigenem WLAN-Hotspot, ein TOR-Router ins eigene Heim gestellt werden kann. 

FĂŒr einen ziemlichen Unix- oder Linux-AnfĂ€nger ist der Weg dorthin allerdings mit einigen Problemen gepflastert. Die exzellent gemachte Online-Dokumentation des amerikanischen Vertriebs beschreibt leider z.B. nicht wie auf deutsches Tastatur-Layout umgestellt werden kann. Und wenn weder die Raspi-config oder die GUI solche Einstellungen ermöglichen, dann heißt es: Terminal öffnen und die Kommandozeile benutzen 🙂

Ohne Unix-Experten geht es doch nicht

Dabei ist es immer gut einen Unix-Profi dabei zu haben. Bei vielen Problemen (wie z.B. bei der Einstellungen des deutschen Tastatur-Layouts beim Start) mĂŒssen Zugriffsrechte angepasst werden und dann kommen Kommandos wie CHMOD und CHOWN zum Zug. SUDO ist sowieso immer dabei. Und der Editor NANO fragt mich immer in welchem Format ich die Datei speichern will. Woher soll ich das denn wissen? Und auch der Unix-Profi fragt sich, warum nur MS-DOS und MAC-Format angeboten wird. Wo ist das Unix-Format? Vor allem da beim Speichern alle ZeilenumbrĂŒche der eingegebenen Zeilen verschwinden. Was fĂŒr ein Quatsch.

Dann ist es manchmal auch nicht gut mit Logik vorzugehen. Darauf zu verzichten einen DHCP-Server zu installieren und eine feste IP fĂŒr den Router zu vergeben, ist keine gute Lösung. Aber mit ein wenig testen und nachdenken kommt man schon drauf, daß die Anleitung Sinn macht.

Und schließlich ist es soweit. Alle Konfigurationen in der Kommandozeile sind abgeschlossen. Der WLAN-Hotspot zeigt sich. Man verbindet sein Device und nach ein wenig warten erscheinen die ersten Websites auf dem Browser. Und der IP-Check zeigt auf, daß man gerade als schwedischer Tor-Server mit Windows XP-Rechner und Internet-Explorer wahrgenommen wird. 

Ist das COOL 😀

2 Kommentare

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