Apple iPad Air Test – Der neue 10-inch Standard

Von Apple nichts Neues?

Wie kann ich nur sowas schreiben? Seit der WWDC dieses Jahres folgt eine AnkĂŒndigung nach der anderen und Apple liefert tatsĂ€chlich. Das Weihnachts-Lineup ist perfekt – eventuell kommt vor Weihnachten noch der neue Mac Pro hinzu.

Aber mal ehrlich: das sind die jĂ€hrlichen Updates, die man von Apple erwarten kann. NatĂŒrlich wollen sie Umsatz machen und mĂŒssen deshalb ihre Produktpalette immer wieder erneuern. Sie machen das sogar beeindruckend konsequent.

NatĂŒrlich konnte man erwarten, daß es ein iPhone 5S ohne neues GehĂ€usedesign geben wird. Aber der sehr gut funktionierende Fingerabdrucksensor und der 64bit-Prozessor A7 haben schon ĂŒberrascht. Nicht 4 Kern und mehr internes RAM, wie es die Android-Fraktion in diesem Jahr im Dutzend geliefert hat.

Auch das iPad Air wurde mit dem neuen Design des iPad mini erwartet. Gekommen ist es mit 30% weniger Gewicht und A7-Prozessor, aber leider ohne Fingerabdrucksensor. Trotzdem beeindruckend.

Wie erwartet ist das iPad mini mit Retina Display gekommen. Trotz all der Analysten-BefĂŒrchtungen, daß Apple nicht liefern kann, weil die Lieferanten Probleme haben. Apple – ich ziehe den Hut vor Dir. Jahr fĂŒr Jahr wird geliefert und Millionen GerĂ€te werden tatsĂ€chlich verkauft. Da freut sich doch das AktionĂ€rsherz 🙂

Das iPad Air habe ich sogar selbst gekauft. NatĂŒrlich in der 128GB-Version, denn ich konsumiere sehr viel Inhalte und halte sie lokal auf meinem GerĂ€t. Ausserdem habe ich gemerkt, daß mein iPad 3 mit den Animationen von iOS 7 ĂŒberfordert war und sehr ins Ruckeln geraten ist. Der Gewichtsverlust ist absolut ĂŒberzeugend und macht sich im tĂ€glichen Gebrauch sehr positiv bemerkbar. 

Auch der Mac Pro schließt eine LĂŒcke und gibt den Professionals das GefĂŒhl, daß sie von Apple nicht vergessen worden sind und weiterhin mit professioneller Hardware versorgt werden.

Aber was fĂŒr (vermeintliche) Kröten mĂŒssen die Pros schlucken? Ein Final Cut Pro X, was vom Scratch up neu geschrieben wurde und viele alte Zöpfe abgeschnitten hat. Leider auch viele FunktionalitĂ€ten nicht mehr lieferte, auf die sich Pros verlassen mĂŒssen. Mit Logic Pro X sieht es anscheinend Ă€hnlich aus.

Und jetzt der Mac Pro! Ohne GehĂ€use, das man mit Platten, Grafikkarten, RAM und Prozessoren vollstopfen könnte 😉 Aber ein interessantes Konzept, das man sehr wohl nachvollziehen kann. Mit Thunderbold 2 die schnellsten bisher vorhandenen Schnittstellen zu externen PlattentĂŒrmen und sonstigem Equipment. Die Stringenz der Umsetzung ist wirklich frappierend. Da wird einfach das Profi-Tower-Segment beerdigt und es bleibt eine kleine zentrale Komponente auf dem Schreibtisch und alle anderen Komponenten in einem anderen Raum. Hört sich cool an. Bin mal gespannt, wie die Pros es letztendlich annehmen und Apple gewinnt? SpĂ€testens wenn die ersten Kopien dieses Konzepts kommen hat Apple alles richtig gemacht.

Was war noch? Updates fĂŒr Macbook Air und MacBook Pro sowie fĂŒr iMac. Fehlen tut nur der Mac mini. Da hĂ€tte ich noch gerne eine energiesparende Version. Gerade der kleine wohnzimmertaugliche mini sollte einen FlĂŒsterprozessor bekommen. Dann wĂ€re wieder ein neuer Rechner fĂŒr meine Heim-AV-Anlage fĂ€llig 😉 Abwarten.

Was ist aber mit den spannenden Themen wie iTV und iWatch? Nichts außer viel Spekulation. Erscheint mit dem iPhone 6 raunen die Auguren. 

Im Softwarebereich war iOS7 ein fulminanter Neustart. Toll wie es angenommen wurde. OS X Mavericks ist die logische Weiterentwicklung mit einem neuen Namen. Die Grosskatzen sind tot – es leben Orte, die Apple viel bedeuten. Ein Redesign von OS X durch Jony Ive im iOS 7 Style erwarten auf einmal viele. Die ersten Renderings im Internet sehen spannend aus.

Fazit

Alles in allem scheint Apple die lange Durststrecke von Oktober 2012 bis Juni 2013 genutzt zu haben. Viel wurde weiterentwickelt und die ehrgeizigen Update-Zyklen wurden mehr oder weniger mit interessanten Produkten abgeschlossen. 

Ich hoffe, daß ich mein Kursziel von 450 Euro noch bis zum nĂ€chsten Quartalsbericht erreiche. Dann gehe ich bis auf weiteres aus der Aktie, um dann im Juni 2014 wieder einzusteigen. Bis dahin erwarte ich keine Neuigkeiten mehr und daß der Kurs darunter natĂŒrlich leiden wird.

Vielen Dank Apple, fĂŒr ein tolles zweites Halbjahr 2013.

Apple iPad Air Test – Der neue 10-inch Standard

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