Sind LLMs der Tod von Websites?
Lesedauer: 12 MinutenZero-Click-Searches sind der Tod von Websites. Auch meiner Website? Was bedeutet das und was haben LLMs damit zu tun?
Diese Frage kam mir und anderen Content-Anbietern in den Sinn, als die Clickraten auf Websites seit 2025 massiv eingebrochen sind. Clicks pro Tag auf meine Website sind eine wichtige Metrik für mich als Content-Anbieter. So kann ich messen, welche Themen bei meinen Lesern ankommen und welche nicht. Seit ich 2019 meine Website auf WordPress.com eröffnet habe, gab es nur eine Richtung bei den täglichen Clicks: und zwar nach oben. Das hat sich schlagartig Anfang Mai 2026 geändert. In der Vergangenheit war es wichtig, den Algorithmus von Suchmaschinen wie Google zu bedienen, um in den Suchergebnisseiten in oberen Positionen angezeigt zu werden. Über diese Suchergebnisseiten sind die meisten meiner Leser auf meine Website aufmerksam geworden. Die Nutzung von LLMs anstelle der klassischen Websuche über Suchmaschinen verändert aber das Nutzerverhalten. Diese sind meistens mit der Rückmeldung des KI Chatbots zufrieden und recherchieren selten in den referenzierten Websites. Dieses Phänomen nennt man Zero-Click-Searches. Sind deshalb LLMs der Tod von Websites?
Was ist im Mai 2026 in der Google-Suche passiert?
Warum haben sich seit 2025 in den Click-Metriken vieler Website-Betreiber und Content-Anbieter solche Einbrüche gezeigt? Es kann an den Suchmaschinen liegen. Google führt regelmäßig Core Updates durch. Diese Core Updates gibt es drei bis vier Mal im Jahr. Sehr häufig ergeben sich dadurch Auswirkungen für das Ranking von Websites. Bis zum Mai 2026 habe ich also schon viele Core Updates erlebt, hatte aber noch nie einen Einbruch von 75% in den Clickzahlen erlebt. Trotzdem berichten internationale Quellen von massiven Einbrüchen in den Clickzahlen seit 2025. Eine Begründung ist der immer größer werdende Anteil von sogenannten Zero-Click-Searches von mittlerweile 60% und mehr.

Ja, das Suchverhalten hat sich geändert. Google hat als Antwort auf die Herausforderung von LLMs wie ChatGPT, Claude und Perplexity in seiner Suche den KI Modus und die AI Overviews eingeführt. Ich selbst verlasse mich in 75% meiner Google-Suchen auf die Ergebnisse des KI Chatbots Gemini. Nur wenn ich mehr wissen will, dann verlasse ich diese Darstellung und klicke aktiv auf die in der KI-Zusammenfassung referenzierten Websites. Oder ich springe auf die darunter angezeigten Suchergebnisseiten (Search Engine Result Pages = SERP) und suche auf den Top bewerteten Websites nach mehr Details. Das Pew Research Center stellte fest, dass nur acht Prozent der Nutzer auf traditionelle Suchergebnisse klicken, wenn eine KI-Übersicht in der Google-Suche erscheint.
Aber auch das erklärt nicht den massiven Einbruch der Klickzahlen auf meine Website erst seit Anfang Mai 2026. Einer der größten Clicklieferanten für meine Website ist Google über seine Suche. Ein Gerücht zu Google besagt, dass Google aus Angst vor Strafen in der EU seine Suchergebnisse speziell von europäischen Websites umbaut. Ob dies deshalb meine Website getroffen hat? Oder hatte die Umstellung meiner Website auf ein neues Theme Anfang Mai solche Auswirkungen?

Die Umstellung des Cookie Consent Plugins von V2 auf V3 ebenfalls Anfang Mai konnten wir mit Unterstützung des WebToffee Supports als Grund für den Rückgang der Clickzahlen ausschließen.
Doch betrachten wir erst einmal die alte Symbiose zwischen Websites und Suchmaschinen.
Die alte Symbiose zwischen Websites und Suchmaschinen
Wer seine Beiträge in den Google Suchergebnisseiten hoch platzieren wollte, der musste den Empfehlungen des Google Algorithmus folgen. Dieser änderte sich über die Jahre immer wieder, so dass nur Websites mit hochwertigen Beiträgen mit vielen Clicks belohnt wurden. Natürlich sind auch Backlinks von anderen gut bewerteten Websites hilfreich. Und damit man als Content-Provider immer hochwertige Beiträge produziert, haben Search Engine Optimizer (SEO) Checklisten bereitgestellt, damit man so dem Google Algorithmus folgt.
Ich selbst setze die kostenlose Version von Yoast ein. Ich habe schon in einem Beitrag erläutert, wie ich den Empfehlungen dieser Checklists folge und damit meine Seiten und Beiträge für Suchmaschinen optimiere. Als Ergebnis hat meine Website eine gute Position auf Googles Suchergebnisseiten für viele Keywords. Auch bei der Bildersuche sind viele meiner Fotos, die ich über mein Computermuseum gemacht habe, sehr hoch positioniert. Kein Wunder also, dass die Clickzahlen über die organische Suche (vor allem Google) über mehr als sieben Jahre kontinuierlich anstiegen. Bis zum Mai 2026.


Diese Erfahrung haben viele Websitebetreiber seit 2025 auch gemacht. Die organische Suche liefert immer weniger Clicks. Und das bedeutet für viele einen massiven wirtschaftlichen Verlust und auch einen Aufmerksamkeitsverlust. Warum ist das so?
Bis 2025 war es wichtig hoch in den Suchergebnislisten von Suchmaschinen positioniert zu sein. Das führte zu vielen Clicks. Wer es nicht schaffte seine Website so zu optimieren, dass der Google-Algorithmus seine Website auf die erste Seite der Suchergebnisse brachte, der trickste und bezahlte Google für diese Position. Google markierte diese Websites mit einem Ad-Label, was anfangs gut sichtbar war und später eher weniger gut sichtbar gemacht wurde. Google profitierte also über solche geschaltete Werbung.
Die KI Chatbots kommen
Als 2023 die ersten KI Chatbots wie ChatGPT, Claude und Perplexity eine neue Art von Websuche versprachen, waren die klassischen Suchmaschinen aufgeschreckt und im Hintertreffen. Die Nutzer empfanden diese neue Art von Websuche als sehr viel effizienter und hilfreicher, als es die Suchergebnisseiten waren, die man selbst nach den richtigen Antworten durchsuchen mussten.
Hinter diesen KI Chatbots stehen Large Language Models (LLM), die mit Terabytes von Daten trainiert wurden, und die Antworten auf Basis statistischer Analysen zusammensetzen. Die Antworten sind also mit einer hohen statistischen Wahrscheinlichkeit richtig, es gibt aber trotzdem eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Antworten falsch sein können. Diese Falschaussagen werden als Halluzination bezeichnet. Deshalb hat jeder dieser KI Chatbots einen Disclaimer unter dem Prompt-Eingabefeld, der besagt: „Dieser KI Chatbot kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen“.
Trotzdem ist diese Form des Suchergebnisses mittlerweile so frappierend hilfreich, dass selbst ich mit dieser Antwort in vielen Fällen völlig zufrieden bin. Nur in wenigen Fällen recherchiere ich weiter und hinterfrage das Ergebnis.


Google und andere Suchmaschinenanbieter waren aufgeschreckt. Die Kunden nutzten immer weniger die klassischen Suchmaschinen, sondern gingen auf die Seiten der KI Chatbots. Manche Nutzer installierten sich sogar die Browser, die von diesen LLM-Anbietern speziell bereitgestellt wurden, um so vollen Zugriff auf die Daten ihrer Nutzer zu bekommen.
Die Antwort von Google und Co auf die KI Chatbots
Auch Google hat sein eigenes Large Language Model namens Gemini. Der folgerichtige Schritt war dann Gemini in die Google-Suche zu integrieren. Microsoft ging dagegen eine weitreichende Partnerschaft mit OpenAI ein und integrierte das LLM namens Copilot nicht nur in seine Bing-Suche, sondern in fast alle Microsoft Produkte.
Google fügte in seine Suche den KI Modus und die AI Overviews ein. Diese nehmen nun seit einiger Zeit den prominenten Platz auf der ersten Suchergebnisseite ein. Nach Eingabe eines Prompts in das Suchfeld werden bei einem hohen Anteil der Suchen vollständig ausformulierte Antworten mit wenigen referenzierten Quellen zurückgeliefert. Auf diese Weise bietet Google denselben Komfort für seine Nutzer, wie es die KI Chatbots seit Anfang 2023 tun. So hat Google viele der Nutzer zurückgewinnen können, die die vorgefertigten Antworten der KI Chatbots bevorzugen.

Googles Gemini ist auch ähnlich leistungsfähig wie die LLMs von Open AI (ChatGPT), Anthropic (Claude) und Perplexity. Da ich persönlich Bing von Microsoft nicht nutze, kann ich zu Copilot wenig sagen. Wir, als strategischer Microsoft-Partner, nutzen aber Copilot recht intensiv in unserer Firma und haben weiterreichende Lizenzen. Aber der Nutzen von Copilot für viele von mir beruflich identifizierte Aufgabenstellungen ist nicht ausreichend.
Google ist also wieder der König der Suchmaschinen. Aber durch die Zero-Click-Searches, die mit KI Modus und AI Overviews einhergehen hat sich das ganze Ökosystem dahinter verändert. Bedeutet das den Tod von Websites?
Wie verändern Zero-Click-Searches das Such-Ökosystem?
Die erste Auswirkung ist auf jeden Fall, dass Google den Nutzer nicht mehr auf die Website führt, die optimal zu den Keywords des Nutzers passt. Alle relevanten Informationen hat der Nutzer bereits erfahren über die AI Overviews. Wie der Name Zero-Click-Search schon andeutet, findet kein weiterer Click auf eine Website statt, aus deren Material die KI-Zusammenfassung erstellt wurde.
Doch was hat das für Auswirkungen auf die betroffenen Websites? Ein Click ist für viele Websitebetreiber und Content-Anbieter bares Geld. Kommerzielle Websites zeigen Werbung und Affiliate-Links, die bei weniger Nutzern auch weniger angeschaut oder angeklickt werden. Unsere Aufmerksamkeitsökonomie wird dadurch massiv erschüttert. Einbrüche bei Werbeerlösen sind eine sichere Auswirkung, da bei weniger Besuchern der Website die Erlöse pro Click geringer sind. Affiliatelink-Umsätze brechen ein.
Ein eindeutiges Merkmal, dass eine bisher gut bewertete Website von Zero-Click-Searches betroffen ist, sind weiter steigende Impressions (Häufigkeit der Nennung der Website auf SERP) und sinkende Clickraten.

Mühsam durchgeführte SEO-Maßnahmen sind nichts mehr wert. Die Nutzer, die normalerweise über die organische Suche gekommen sind, kommen nicht mehr. Man hat das Gefühl, dass man von den Suchmaschinen im Stich gelassen wird. Zum Glück verfolge ich keine kommerziellen Interessen mit meiner Website. Aber die einbrechende Aufmerksamkeit schmerzt sehr. Wie mag es anderen Website-Betreibern gehen, deren Geschäft mangels Click über die organische Suche einbricht?
Gewinner und Verlierer?
Die Nutznießer erscheinen die LLMs und die Suchmaschinen mit KI Modus und AI Overviews zu sein. Aber was ist mit all den Websites, die Werbung über Googles Adsense ausliefern? Müßte nicht der Werbe-Umsatz, den Google über diese Websites erwirtschaftet, auch einbrechen? Schadet sich Google als Betreiber des größten Werbenetzwerks nicht massiv selbst durch all die Zero-Click-Searches?
Was sagen die Statistiken? Google verdient primär an Anzeigen auf den Suchergebnisseiten. Wenn Nutzer länger auf der Suchseite bleiben, können dort sogar mehr Anzeigen eingeblendet werden. Deshalb ist ein Rückgang bei den Einnahmen von Website-Betreibern nicht automatisch ein Rückgang der Einnahmen von Google. Laut Visual Capitalist erzielte Alphabet im Jahr 2024 rund 198 Milliarden US-Dollar mit „Google Search & Other“, aber nur etwa 30 Milliarden US-Dollar mit dem Bereich „Google Network“ (AdSense, Ad Manager, Anzeigen auf fremden Websites). Diese Erkenntnis war mir nicht bewusst.
Das bedeutet, dass Google kein besonderes Problem damit hat, wenn die Umsätze aus dem Google Network der Werbepartner einbrechen, solange sie über Zero-Click-Searches auf der Google-Suchseite mehr Umsatz machen können. Aber die betroffenen Website-Betreiber im Google Network sind hier die großen Verlierer.
Mich würde interessieren, ob Websites, die Google Geld für eine bessere Positionierung in den SERP bezahlt haben, auch weiterhin profitieren, oder ebenfalls massive Rückgänge in den Clickzahlen erleben.
Offenbar ist Google zum Schluss gekommen:
Ein verlorener Anzeigenklick ist weniger schlimm als ein verlorener Nutzer.
Die eigentliche offene Frage für Google ist nicht, ob Zero-Click-Searches die Content-Anbieter schädigen – das tun sie bereits. Die entscheidende Frage ist, ob AI Overviews langfristig mehr Werbeumsatz vernichten als sie durch die Bindung der Nutzer an Google retten. Diese Antwort kennt derzeit vermutlich nicht einmal Google selbst; sie wird gerade in Echtzeit am Markt getestet.
Gibt es eine Symbiose von LLMs und Websites?
Offensichtlich sind nicht mehr die Suchergebnisseiten alleine die Wegweiser zu Quellen, Antworten und Lösungen im Internet. Heute sind es vor allem der KI Modus und AI Overviews, die den Nutzern helfen gut strukturierte Inhalte angezeigt zu bekommen. Die Nutzer greifen selten noch auf die Websites zu. Aber sind es nicht die Inhalte der Websites, die als Grundlage der Trainingsdaten für die LLM dienten? Und wurden die Content-Anbieter gefragt, ob sie diese Daten für den Trainingszweck den LLM-Anbietern zur Verfügung stellen? Und benötigen die LLMs zur Verbesserung ihrer Modelle nicht immer neue frische Testdaten? Nicht solche, die von den LLMs selbst erzeugt wurden, sondern solche, die von menschlichen Content-Anbietern erstellt und angeboten werden?
Für die Content-Anbieter sind die LLMs Konkurrenten, die ihnen Nutzer von ihren Websites fernhalten. LLMs, die in dieser Ökonomie die einzigen Gewinner sind? Warum sollten Content-Anbieter noch hochqualitative Inhalte produzieren, wenn sie nicht irgendwie eine Art Kompensation für ihre Aufwände erhalten können?
Dies ist ein Konflikt, der zu lösen ist. Positiv denkende Menschen empfehlen Lösungswege, wie man seine Inhalte strukturieren muss, um auf den AI Overviews referenziert zu werden. Negativ denkende Menschen wollen den AI Crawlern den Zugriff auf ihre Inhalte verweigern.
Die Website als Content-Lieferant
Jede Website hat einen speziellen Fokus. Der Content-Anbieter überlegt sich genau, welche Inhalte er auf seiner Website für seine Leser (und LLMs) präsentiert.
Wenn Websites viele Artikel haben wie:
- „Was ist …“
- „Wie funktioniert …“
- „Anleitung zu …“
- „Top X Tools“
- „Definitionen“
- kurze Problemlösungen
…dann werden diese Inhalte heute oft vollständig im KI Modus beantwortet. Nutzer bekommen von Suchmaschinen und LLMs präsentiert:
- AI Overview,
- Featured Snippet,
- Knowledge Panel,
- Reddit-Zusammenfassungen,
- Videos,
- Foren,
- Shopping-Module,
und klicken gar nicht mehr. Vor der Einführung des KI Modus und der AI Overviews waren interessanterweise gerade diese Websites sehr erfolgreich.
Websites mit Inhalten, die sich nicht in einem kurzen Snippet zusammenfassen lassen, sind oft weniger betroffen:
- ausführliche Anleitungen
- persönliche Erfahrungsberichte
- Essays
- Tests und Reviews
- Nachrichten und Analysen
- Communities und Foren
- spezialisierte Fachinhalte.
Dazu sollte auch meine Website zählen mit ihren vielen Essays zum Digitalen Leben. Aber ich habe mir doch eine sehr enge Zielkundenkategorie ausgesucht, nämlich die der Retrocomputer-Enthusiasten.
Die Vorstellung ist faszinierend, dass die Anbieter von LLMs das Internet mit all seinen Millionen von Websites wirklich dazu nutzen, um ihre Foundation Models mit dem Content zu trainieren. Und jeder neue Content wird gierig aufgesogen. Was stecken da für Kapazitäten dahinter? Kein Wunder, dass soviel Hardware in KI-Rechenzentren verbaut wird. Und diese Kapazität wird nicht nur dafür verwendet zu trainieren, sondern die immer gefragteren KI-Antworten zu erstellen. Was wiederum zu mehr Zero-Click-Searches führt.

Im Grunde fühlt es sich heute so an, dass man als Content-Anbieter nur noch als das Back Office von LLMs wahrgenommen wird, die mit ihren AI Overviews sozusagen das Front Office zum Kunden darstellen.
Mehr Clicks in Zeiten von Zero-Click-Searches?
Folgende Empfehlungen habe ich bekommen, wie ich in den Zeiten von Zero-Click-Searches wieder mehr Clicks bekommen kann. Im Grunde gelten auch heute dieselben Regeln wie früher, wenn man mehr Clicks auf seiner Website haben will und sich nicht auf die organische Suche verlassen wollte.
Man muss eine Community von Nutzern und Lesern aufbauen und pflegen. Idealerweise abonnieren diese die Website und erhalten regelmäßige persönliche Newsletter vom Website-Betreiber. Diese Community erhält man, wenn man sich in einschlägigen Foren zu den Themen äußert, die auf der Website behandelt werden. Es geht also darum, eine Autorität für die eigenen Themen aufzubauen und zu vertreten.
Natürlich ist regelmäßiges Marketing auf Social Media mit passenden Tags erforderlich, um neue Nutzer auf seine Website zu ziehen.
Das alles ist mühsamer, als SEO zu betreiben und zu hoffen, dass die Nutzer über die organische Suche den Weg zur eigenen Website finden.
Und natürlich gibt es noch die Hoffnung, in den AI Overviews der LLMs zu erscheinen. Dafür ist wenigstens eine zusätzliche Zusammenfassung des Beitrags direkt nach der Einleitung erforderlich.
Fazit
Die Webökonomie hat sich durch Zero-Click-Searches stark verändert. Websites bekommen weniger Clicks und leiden wirtschaftlich und ziehen weniger Aufmerksamkeit auf sich. Suchmaschinen mit KI Modus und KI Chatbots sind die Gewinner dieser neuen Webökonomie. Und doch benötigen sie Websites mit ihrem Content für das Training und die Verbesserung der Datenbasis.
Der Rückgang der Clickzahlen durch die organische Suche stellt eine Herausforderung für Content-Anbieter dar. Sie müssen Nutzer und Leser an sich binden und eine Community aufbauen, die sie langfristig an sich binden. Das ist ein mühsamer Prozess und aufwändiger als nur SEO zu machen, oder die Website über Ads zu promoten.
Das Internet mit seinen Millionen Websites war immer unüberschaubar. Die Suchmaschinen haben den Nutzern geholfen, die Inhalte zu finden, die sie gesucht haben. Gestern wie heute. Nur dass sie früher die Nutzer auf die Websites mit dem Content weitergeleitet haben. Heute liefern sie direkt den Content ohne dass die Nutzer auf die Website gehen müssen, die ursprünglich den Content bereitgestellt hat.
Eine interessante neue Konstellation. Ich bin gespannt, wie sich das Internet dadurch verändern wird.
Für Blogs wie digitalesleben.blog kann das langfristig sogar ein Vorteil sein: Je mehr Standardwissen direkt in Suchmaschinen und LLMs beantwortet wird, desto wertvoller werden persönliche Erfahrungen, Geschichten und originelle Perspektiven. Die Herausforderung wird weniger SEO und mehr Markenbildung, Newsletter, Community und direkte Zugriffe sein.

