iMac 2011 soll leben

Was für eine Odyssee – so kompliziert habe ich mir das nicht vorgestellt

Andreas Steinbacher, genervt, 5.3.2019

Nachdem ich vor einem Monat das erste Mal Probleme mit meinem guten alten iMac 2011 bekommen habe (ich berichtete hier), beschloß ich, daß ich einen zuverlässigen neuen Rechner benötige. Ich entschloß mich den iMac 2017 zu kaufen und bekam ihn vor ca. zwei Wochen. Ich setzte ihn aus einem Time Machine Backup wieder auf (ich berichtete hier), und gab meinen guten alten iMac an meinen Neffen Lennard als Geburtstagsgeschenk weiter.

Leider bekam ich nach einem Tag den Anruf, daß alle Mühen umsonst waren und der Rechner sich wieder nicht erfolgreich starten ließ.

Deshalb hatte ich mir High Sierra auf einen USB-Stick geladen, um von dort aus das Betriebssystem zu starten und damit das Fusion Drive aufzulösen. Was mir nach vielen Versuchen dann endlich gelang. Wir formatierten danach die SSD und die HDD einzeln und installierten dann auf die SSD das Betriebssystem.

Alles wirkte einwandfrei. Lennard konfigurierte den Rechner und installierte seine Software und Daten. Danach schaltete er den Rechner aus und ging essen. Nach dem Essen ging wieder nichts. Der Rechner schien normal zu starten, bis er weiß wurde und dann nichts mehr passierte.

Selbst die Maßnahmen, die ich sonst angewendet habe, waren nicht erfolgreich. Jetzt habe ich beschlossen, daß ich mir eine externe Platte als Bootlaufwerk mit High Sierra installiere. Eventuell kann ich das dann für zukünftige Fälle nutzen, wenn alte 32bit-Anwendungen nicht mehr auf den neuen Mac OS-Versionen laufen.

Einen Tag später hat Lennard es nun geschafft, den Rechner wieder zum Leben zu erwecken, allerdings nur mit Mac OS X 10.7 (Lion) auf der HDD. Wirklich merkwürdig – bei mir wurde immer Mac OS X 10.13 ausgewählt und installiert.

Und nun begannen ganz andere Probleme. Durch diese alte Mac OS X Version war es nicht möglich Mac OS X 10.13 High Sierra zu laden, oder auch zu starten. Wenigstens Mac OS X 10.8 (Mountain Lion) war erforderlich – aber das kostete dann im App Store um die 29 Euro. Ein Stolperstein nach dem anderen.

Mittlerweile bei mir zu Hause wurde eine externe Festplatte freigemacht, damit ich auf dieser High Sierra installieren konnte. Eigentlich wollte ich das schon auf dem USB-Stick erreicht haben, aber stattdessen war auf diesem Stick nur die Installationsdatei hochgeladen worden und keine vollständige Betriebssysteminstallation durchgeführt worden. Sehr merkwürdig.

Nachdem nach mehrstündigen Datenverschiebens die Festplatte für High Sierra verfügbar gemacht war, lud ich mir High Sierra aus dem App Store herunter. Und als ich die Installationsdatei starten wollte, lieferte mir mein Mojave-iMac die Rückmeldung, daß diese Betriebssystemvariante zu alt ist, um gestartet zu werden. Mist. Jetzt war mein iMac auf einmal zu modern 😦

Zum Glück hatte ich noch einen MacMini mit High Sierra, auf dem ich dann das Installationsprogramm für High Sierra starten konnte. Und von dort aus konnte ich dann endlich die extern angeschlossene Festplatte mit einem sauberen High Sierra installieren und konfigurieren. Das hat allerdings länger gedauert als geschätzt, da ich schon seit langem nicht mehr die Geschwindigkeiten von Festplatten gewohnt war. Zum Schluß hatte ich dann noch einen Schreckmoment, weil erst nach unerwartet langer Wartezeit die lokale SSD sein High Sierra startete.

Heute Abend werde ich versuchen diese Festplatte an den alten iMac anzuschließen und als alternatives Startlaufwerk auszuwählen. Die Installationsdatei ist auch auf der Festplatte und damit sollte es möglich sein, die HDD zu formatieren und High Sierra neu zu installieren. Hoffentlich ist nicht mehr am iMac kaputt als die SSD.

Dieser Abend liegt bereits mehr als eine Woche zurück und war eine pure Enttäuschung. An diesem Abend war es kaum möglich, den Rechner so starten zu lassen, dass er die externe Festplatte erkannte, geschweige denn mit dem darauf installierten High Sierra starten zu können. Ich war mit meinem Latein am Ende. Lenni war sehr enttäuscht. Natürlich hoffte ich ihm ein gutes Geschenk zu machen, aber es sah so aus, dass die einzige Möglichkeit darin bestand, einen technischen Service – entweder von Gravis, Systemconnect oder Apple – in Anspruch zu nehmen. An diesem Abend habe ich erstmal aufgegeben, da wir beide andere Prioritäten hatten.

Nach einem Skiurlaub rief mich Lenni an und teilte mir mit, dass der Rechner seit Tagen stabil lief, leider aber nur mit Lion. Wir beide beschlossen, dass wir es nochmal mit meiner externen Platte versuchen. Heute war es soweit und der erste Versuch war nicht erfolgreich. Nach einem weiteren Versuch lief dann endlich alles erwartungsgemäß und wir waren in der Lage High Sierra zu installieren.

Jetzt muss ich abwarten, ob das Ganze nun stabil läuft. Ich bin gespannt. Lenni ist glücklich 😀

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