Alle paar Jahre besuche ich meine Schwiegermutter in Brasilien. Sie lebte in Rio de Janeiro und ist im Jahr 2025 nach São Paulo umgezogen. Meine brasilianische Frau sagt mir vor der Reise sehr genau, was ich darf, was ich nicht darf und worauf ich achten soll. Eine der wichtigsten Regeln ist: „Nimm nur die Sachen mit, welche nicht wichtig für Dich sind. Denn sie können Dir gestohlen werden.“ Wie in jedem Land der Welt – auch in Deutschland – sollte man auf seinen Besitz aufpassen. Aber in Brasilien ist die Gewaltbereitschaft bei Diebstählen sehr viel größer ausgeprägt. Selbst unser guter Freund – „der große Heinz“ – hatte schon seine Erfahrungen mit Taschendieben in Rio gemacht. Kleine Jungs haben diesem großen und starken Mann eine Rasierklinge ins Gesicht gehalten. Da passt man besser auf sein Leben auf.

Und in dieses Land will ich reisen? Ja, das Land ist wunderschön. Tolle Menschen, schöne Natur und leckeres Essen erwartet uns dort. Das Digitale Leben reist nach Brasilien.
Vorbereitungen für die Reise nach Brasilien
Für mich und mein digitales Leben ist es am schlimmsten, wenn ich mit alten Geräten klarkommen muss. Die erste Maßnahme ist es ein altes iPhone aufzusetzen und das aktuell genutzte iPhone zu Hause zu lassen. Natürlich liebe ich alte Geräte wie Computer und Mobiltelefone, aber ich möchte diese nicht mehr nutzen. Sie sind wenig leistungsfähig und für die aktuelle Zeit nicht mehr wirklich hilfreich.

Vor allem ist der Akku mit 84% Restkapazität nicht mehr leistungsfähig genug und das Gerät verliert recht schnell seine Energie. Also habe ich versucht im Apple Store einen Akkutausch anzufordern. Der Apple-Mitarbeiter testete mein iPhone 8 Plus und stellte fest, dass der Lautsprecher im Display nicht ordnungsgemäß funktionierte. Es wäre also kein reiner Akkutausch erforderlich, sondern das komplette Display müßte auch ausgetauscht werden. Das habe ich schließlich nicht beauftragt. Stattdessen stelle ich den Batteriesparmodus ein, um das iPhone länger nutzen zu können.
Aktualisierung der Apps
Zuerst ist es wichtig, dass alle Apps aktualisiert werden. Ansonsten wird man später feststellen, dass eine Aktualisierung im ungünstigsten Moment erforderlich wird. Meistens dann, wenn es schnell gehen muss.
Für die Reise nach Brasilien setzte ich mein iPhone 8 Plus auf. Wichtig dabei sind die Bank- und die Kreditkarten-Apps. Und da alle diese Apps mit Passwörtern und zweitem Faktor (2FA) abgesichert sind benötige ich auch eine Passwort-App und mehrere unterschiedliche 2FA-Apps. Leider bin ich erst vor kurzem auf Apple Password umgestiegen und das gibt es nicht auf dem iPhone 8 Plus. Auf diesem Gerät kann maximal iOS 16 eingesetzt werden. Also muss ich meine alte 1Password-App nutzen und überprüfen, ob die wichtigsten Passwörter aktuell sind.
Wenn alle Finanz-Apps funktionieren und ich auf die Daten in diesen Apps zugreifen kann, dann ist der wichtigste Schritt schon getan.
Wallet und Flugtickets
Dieses Jahr fliegen wir das erste Mal mit Lufthansa. Außerdem bringt uns Die Bahn nach Frankfurt. All diese Tickets gehen in die Apple-Wallet und werden zwischen allen Geräten synchronisiert. Also ist hier zum Glück nichts zu beachten.
Kamera und Fotos
Die größte Einschränkung, die ich wahrnehme, ist die Kamera des iPhone 8 Plus. Ja, ich habe zwar zwei Objektivbrennweiten, aber die Qualität der Kamera ist deutlich schlechter als meine aktuellen iPhone Kameras. Die Bilder sind nur im 4:3 Format verfügbar anstelle des von mir bevorzugten 16:9-Format. Selbst die Bilder, die mit dem nur ein Jahr älteren iPhone 11 geschossen werden, sind besser. Die Fotos mit dem iPhone 8 Plus sind wenig kontrastreich im Vergleich zu denen mit meinem iPhone 15 Pro Max.

SIM-Karte
Seit Jahren nutze ich nur noch eSIMs für meine iPhones. Nur für mein Firmenhandy habe ich noch eine SIM-Karte. Das iPhone 8 Plus kann nur nano SIMs nutzen. eSIMs sind nicht möglich. Also benötige ich von meinen Telekommunikationsanbieter Vodafone wieder eine nano SIM mit meiner Telefonnummer. Bei Vodafone nennt sich diese MultiSIM-Technik dann OneNumber. Einmalig kostet dieser Service 39,99€ und monatlich 10€ für die Nutzung der zusätzlichen SIM mit unlimitiertem Datenplan.
Allerdings kommen auf diese SIM keine SMS an. Das erfährt man aber erst, wenn man mehrfach SMS nicht erhalten hat, z.B. bei Zweifaktorauthentifizierung eines Accounts. Ich habe es erst gemerkt, als ich mich in die App meiner Überwachungskamera zu Hause einloggen wollte. Dort war die SMS als zweiter Faktor erforderlich und kam nie an. Ich musste den Support der Überwachungskamera-Firma anrufen, um den zweiten Faktor abzustellen.
Bei Vodafone habe ich später gelernt, wie man die sekundäre MultiSIM für SMS-Nutzung aktiviert.
Der Wechsel von einem iPhone zu einem anderen erfordert auch eine Migration der Kommunikationslösungen. Bei iMessage von Apple ist es ganz einfach. Alles was vorher auf dem neuen iPhone zu finden war ist auch synchronisiert mit dem alten iPhone. Auch Facebook und Instagram kennen keine Probleme beim Umzug auf ein anderes Gerät.

Nur WhatsApp ist an eine Telefonnummer und ein spezielles Telefon gebunden. In dem Moment, wo man die SIM Karte in ein anderes iPhone steckt, wird dieses Gerät mit WhatsApp verbunden. Die Datenstände der beiden iPhones werden nicht von WhatsApp synchronisiert. Das heißt, es fehlen immer Konversationen in dem einen iPhone, wenn WhatsApp auf dem anderen iPhone genutzt wird. Sehr ärgerlich und aufwändig zu synchronisieren. Ich akzeptiere es, dass ich über die Zeit meines Urlaubs keine sauber synchronisierten Stände meiner Konversationen habe. Hauptsache, ich kann WhatsApp für die Kommunikation nutzen.
Daten-Roaming im Ausland
Solange man im Schengen-Ausland sich bewegt ist das Daten-Roaming einfach. Aber wenn man nach Brasilien reist, dann bietet Vodafone nur kleine Datentarife.
- ReisePaket World Tag: Tagespaket für Reisen in über 100 Länder mit pro Tag 50 Minuten zum Telefonieren, 50 SMS zum Simsen und 500 MB zum Surfen. Dies kostet 9,99€ pro Tag
- ReisePaket World Woche: Wochenpaket für Reisen in über 100 Länder mit innerhalb einer Woche pro Tag 50 Minuten zum Telefonieren, 50 SMS zum Simsen und pro Woche 4 GB zum Surfen. Dies kostet 34,99€ für eine Woche.
Für eine Übergangszeit ist das nur ein Notbehelf. Aber bei den heutigen Datenraten ist das wirklich wenig und teuer.
Die Alternative ist ein Pre-Paid Vertrag von den drei großen brasilianischen Anbietern Claro, TIM und VIVO. Aber dazu später.
Wenn das iPhone 8 Plus eine eSIM unterstützen würde, dann gäbe es für Touristen in Brasilien mehr Möglichkeiten, attraktive Datentarife zu bekommen.
Kommunikation mit meiner Firma über Outlook
Daran sollte man im Urlaub nicht wirklich denken müssen. Aber für „Notfälle“ wäre der Zugriff auf Firmenemails schon gut. Es hat sich herausgestellt, dass die Absicherung der Firmenkommunikation nur ab iOS 17 möglich ist. Also fällt die Kommunikation mit meiner Firma über Outlook bei diesem Urlaub aus. Nicht wirklich schlimm 😉
Mietwagenbuchung
Apps der Mietwagenfirmen Localíza und movida kann man als Tourist nicht nutzen. Zur Anlage eines Accounts benötigt man eine CPF, die Sozialversicherungsnummer eines brasilianischen Bürgers.

Natürlich habe ich diese nicht und muss mich mit billiger-mietwagen.de begnügen. Die Preise sind damit höher, als wenn ich diese über einen der brasilianischen Anbieter direkt buchen könnte.
Buchung von Unterkünften
Zum Glück kann hier Booking.com weiterhelfen. Die Preise werden zur besseren Übersicht in Euro umgerechnet. Was man in Brasilien wissen muss: Motels sind eher Stundenhotels, damit Paare ein paar Stunden alleine, von der Familie entfernt, Zeit verbringen können. Meistens erkennt man das an Fotos von „romantischen Zimmern“ und an Kommentaren von Gästen, die sich über Lärm aus den Nachbarzimmern beschweren 😉


Übersetzungsapps
Brasilien ist ein portugiesisch-sprachiger Kontinent innerhalb Südamerikas. Über 200 Millionen Menschen leben im selben Sprachraum. Die gut Ausgebildeten sprechen auch englisch. Aber im täglichen Miteinander muss man portugiesisch können. Sei es der Mitarbeiter im Supermarkt, der Taxi- oder Busfahrer, die Angestellten von Restaurants und Bars. Zwar geht der Spruch „Um chope por favor“ immer, aber auf die Dauer ist ein Bierchen etwas einseitig. Aber lecker in der Hitze des brasilianischen Tages.

Am Besten ist es einen native Speaker dabei zu haben. Meine Frau macht das toll, schließlich ist sie in Rio de Janeiro groß geworden und fühlt sich sauwohl wieder zu Hause zu sein. Mit Staunen höre ich ihr zu, wie sie uns durch Rio bringt und ich beim besten Willen nicht die portugiesischen Worte verstehe, die sie mit anderen Brasilianern teilt. Selbst die Angabe der Adresse unserer Wohnung kann ich nicht aus dem Wortschwall heraushören, den sie mit dem Taxifahrer teilt. Und das obwohl ich ein paar Kurse bei der VHS gemacht habe.
Hilfreich ist auf jeden Fall die Google Translator App. Sie ist meiner Meinung nach vielseitig und einfach zu bedienen. Aber Übersetzung mit der App ist nur möglich, wenn man einen Datentarif in Brasilien hat.
SIM-Karte von VIVO
Wir haben uns für VIVO entschieden. An Kiosken in der Stadt kauft man eine Pre-Paid-Karte. ABER: sie können nur von Brasilianern genutzt werden, da man zur Registrierung und Freischaltung eine CPF, die brasilianische Sozialversicherungsnummer benötigt.

In unserem Fall funktionierte die Freischaltung der Karte nicht so, wie auf der Anleitung beschrieben. Wir mussten extra in einen VIVO-Laden in einer der großen Shopping-Malls gehen. Dort wurde uns mitgeteilt, dass dieses Problem häufig passiert. Der Mitarbeiter registrierte innerhalb von zwei Minuten die CPF und die Verbindung funktionierte. Endlich – jetzt ist das Digitale Leben in Brasilien wirklich angekommen. Für 35 R$ bekommt man für 15 Tage 8GB, unbegrenzt WhatsApp-Nutzung und unbegrenzte Minuten und SMS. Das sind keine 6€ und damit erstmal unschlagbar.
Was mich wundert ist, dass WhatsApp nicht erkennt, dass eine andere Nummer nun gültig ist. Auf WhatsApp läuft weiter die Kommunikation mit meiner Vodafone-Nummer und nicht der von VIVO. Merkwürdig.
Verschiedenes
Mein Hörsystem Signia Active Pro muss mit dem iPhone und der Signia App verbunden werden, damit ich den Ton vom iPhone zu den Hörgeräten streamen kann. Außerdem steuere ich darüber die Funktionen des Hörsystems.
Meine Apple Watch 7 darf ich auch nicht mitnehmen. Ganz ehrlich: ich hätte auch nicht gewusst, wie ich es an das iPhone 8 hätte anbinden können.
Und zum Schluss darf ich auch nicht meinen Ehering mitnehmen. Vor zwei Jahren haben wir unsere Ringe bei H. Stern in Ipanema gekauft.
Ist Brasilien inklusiv?
Inklusiv ist ein Begriff, den ich in den letzten Jahren immer häufiger gehört habe. Inklusiv beschreibt die Teilhabe vieler, wenn nicht gar aller Menschen am täglichen öffentlichen Leben. Es beinhaltet nicht nur die Unterstützung für behinderte Menschen. Es erlaubt auch alten Menschen sich einfacher in der Gesellschaft zurechtzufinden. Im Allgemeinen kann man sagen, dass alle „Randgruppen“ Möglichkeiten bekommen sollen das täglichen Leben bestehen zu können, damit sie nicht von der Mehrheit ausgeschlossen werden.
Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass man in Brasilien ohne CPF viele Möglichkeiten der Kommunikation nicht nutzen kann. Bei vielen brasilianischen Services kann man einen Account nur mit einer CPF eröffnen. Die Apps bieten vielfach nur portugiesisch als Sprache an. Andere Sprachen sind Fehlanzeige. Als Ausländer ist man ausgeschlossen aus dem öffentlichem Leben.
Inklusiv geht anders. Wie es richtig geht zeigt meiner Meinung nach Thailand. Ein tolles Reiseland. Irgendwie kommt man mit englisch immer weiter, wenn auch manchmal mit Händen und Füßen. In Brasilien scheitert man häufig, weil dieses Land sich auf Grund seiner Größe selbst genügt und nicht wirklich auf Tourismus eingestellt ist. Oder weil Brasilianer davon ausgehen, dass jeder wie selbstverständlich portugiesisch schreiben und lesen kann.
Darüber hinaus leben 8% der Brasilianer in Favelas. Der Unterschied zwischen reich und arm ist gewaltig. Da ist die Gewaltbereitschaft groß, um zu überleben. Ein Land, welches knapp 14 Millionen seiner Bevölkerung in das Abseits der Favelas schiebt, ist sozial nicht inklusiv.
Reich und Arm
Wer auf der „richtigen“ Seite der Gesellschaft lebt, kann es in Brasilien sehr schön haben. Die Angst vor Übergriffen durch sozial benachteiligte Menschen belastet aber sehr. Meine Frau hat mir auf unseren Wegen durch Rio de Janeiro sehr deutlich aufgezeigt, wie man gefährliche Situationen erkennen kann, und diese vermeidet. Es sind vor allem Gruppen von jungen Menschen und schlafende Menschen auf den Gehwegen, die sie weiträumig umgeht.

Aber genug geschimpft. Fast alle Brasilianer, die ich getroffen habe sind freundlich und hilfsbereit. Es sind die Menschen, die dieses Land toll machen. Auch wenn die Brasilianer ein merkwürdiges Verständnis von deutschem Essen haben 😀 Die Casa do Alemão bieten angeblich deutsche Spezialitäten an, die nichts mit deutscher Küche zu tun haben.
Beispiele für ausländerfeindliche Lösungen
Parken!
Erstmal lernt man, dass knapper Parkraum in brasilianischen Innenstädten gemanaged wird. Man kauft in speziellen Läden eine sogenannte Cartão Azul Digital (CAD). Parken ist gar nicht so teuer. Eine Stunde kostet etwas weniger als 1€. Aber was macht man, wenn man sich nicht vorbereitet hat auf dieses Szenario? Ich habe einen Parkplatz in São Paulo gefunden, der mit einer gestrichelten Linie markiert ist. Aber wenn man nicht weiß, wie man diesen Parkplatz bezahlt, kann schnell eine Strafgebühr von bis zu 200R$ entstehen.
Über ChatGPT erfährt man dann entweder über die CAD oder die ZUL+ App. Also gesagt, getan, habe ich die App runtergeladen. Yippie, der App Store sagt, es gibt die App in Englisch und Portugiesisch. Aber wenn man sie runtergeladen hat, dann findet man nur eine portugiesische Version vor. Keine Möglichkeit ist sichtbar, um die App auf englische Sprache umzuschalten.
Gut, vielleicht komme ich ja weiter nach der Anmeldung über Apple. Aber der nächste Schritt ist wieder die Eingabe einer CPF. Was für ein Irrsinn. Damit ist das Parken in brasilianischen Innenstädten exklusiv für Brasilianer vorgesehen. Was für ein Schwachsinn.



Ich bin dann in ein nahes Parkhaus gefahren und habe mich mit Händen und Füßen dem Mitarbeiter des Parkservice erklärt. Er hat mein Auto gegen eine Gebühr dann auf dem knappen Parkraum innerhalb des Gebäudes abgestellt, in dem wir einen Arzttermin hatten.
Arztbesuch!
Clinicas gibt es überall. Als nicht Versicherter bei einer brasilianischen Krankenkasse kann man sich als Paciente Particular (Privatpatient) für Bargeld anmelden und wird einem Arzt in dieser Klinik zugewiesen. Aber die Dame, die die administrativen Schritte übernimmt, spricht nur portugiesisch und der Arzt später meistens auch. Natürlich kann man über die Google Übersetzungs-App auch eine Konversation führen. Das ist aber schon sehr mühselig. In Brasilien ist die Lingua Franca halt portugiesisch und nicht englisch. Zum Verzweifeln.
Navigation!
In Brasilien ist es wichtig, dass die berechneten Routen über sichere Strecken führen und nicht vermeintliche Abkürzungen durch unsichere Gebiete wie Favelas vorgeschlagen werden. Vor ein paar Jahren wurde mir die App Waze angepriesen, weil sie einen solchen sicheren Navigationsmodus anbieten würde. Also habe ich Waze aus dem App Store installiert und geschaut, ob ich dort eine solche Option finden kann. Aber leider gab es die nicht. Früher zur Olympiade in Rio soll Waze diese Funktion aber geboten haben. Und gleich bei meiner ersten Navigation mit Waze wurde eine Abkürzung durch eine Favela angeboten. Meine Frau konnte mich gerade noch davon abhalten, dort hinein abzubiegen.
Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass die Navigationsapps von Waze oder Apple keinen solchen sicheren Navigationsmodus bieten. Apple bietet aber die Anzeige von Radarfallen, die zum Beispiel in São Paulo zahlreich vertreten sind. Laut brasilianischen Freunden empfiehlt sich die Kombination von Google Maps (für sichere Routen) und Radarbot (für Vorwarnungen zu Radarfallen) in Brasilien.
Ich selbst nutze Apple Karten, was zwar gut vor Radarfallen warnt, aber bei komplizierten Abzweigungen nicht spezifisch genug aufzeigt, wo es langgeht. In Europa werden solche Abzweigungen deutlich vergrößert dargestellt und die richtige Spur aufgezeigt. Diese hilfreiche Darstellung fehlt in Brasilien.
Fazit
Mit den von mir beschriebenen Vorbereitungen komme ich mit meiner Frau als Guide und Übersetzerin bestens durch Brasilien. Ohne sie wäre es die Hölle. Zwar sind alle Brasilianer erfreut, wenn Ausländer versuchen mit ihnen auf portugiesisch zu sprechen. Aber auf meine Frage, ob jemand englisch spricht, wird immer nur mit Não geantwortet.
Aber: wir haben wunderbares Wetter, Lady Gaga hat am 3. Mai 2025 an der Copacabana ein Konzert vor mehr als einer Millionen Menschen gegeben (und wir mittendrin) und am Wochenende ist der Strand von Ipanema voll von Menschen. Ein paar Tage später konnte ich mit dem Mietwagen durch die Staus von Rio und São Paulo fahren. Was für ein Abenteuer.
Brasilien hat so viel zu bieten. Man muss sich nur darauf einlassen.


