Apple vs. Google: Das epische Duell – Aktien – Finanzen – Handelsblatt

Da wollte ich mich auch mal an einem dieser ewigen Duelle unterschiedlicher Konkurrenzplattformen beteiligen und stellte fest, dass es wieder nur ein Me-Too sein kann. Und damit wollte ich nicht meine und eure Zeit verschwenden, da ich bereits in die Recherche viel Zeit investiert hatte. Dutzende Artikel ĂŒber Android vs. iOS, Google vs. Apple, etc. GesprĂ€che mit Kollegen, die beide Plattformen kennen und vergleichen können. Eigene Erfahrungen mit den beiden Ökosystemen.

Aber zum Schluss wird auch hier wieder nur die ewige Geschichte der Vergleiche von Technologie-Plattformen und ihrer Fanboys fortgesetzt: Apple vs. IBM, Mac vs. Windows PCs vs. Linux PCs, Sinclair vs. Commodore, Amiga vs. Atari ST, Playstation vs. XBox, 
 You name it!

Aus meinen umfangreichen Recherchen kann ich festhalten, dass sich ein Muster immer wiederholt.

TechnologiefĂŒhrer haben einen Vorsprung am Markt und ziehen technische Addicts und Leute an, die Geld haben bzw. ein Statussymbol suchen. Das ist der erste Schub von Fans, die vor den LĂ€den stundenlang warten, oder die GerĂ€te fĂŒr viel Geld kaufen. Ein MassenphĂ€nomen sind sie nur so lange, bis es weitere Anbieter gibt, die Ă€hnliche Eigenschaften fĂŒr viel weniger Geld anbieten können. Das kann manchmal Jahre dauern (siehe iOS). Dann wacht die wirkliche Masse an Consumern auf, die preissensibel sind und sich erst dann diese neue Technologieklasse leisten können. Ab diesem Augenblick verschieben sich die Marktanteile zu den gĂŒnstigen Anbietern hin.

Muß Apple was tun?

Apple hat weiterhin eine hohe Anzahl von Kunden und verkauft viele Einheiten am Markt. Auch der Gewinn ist gewaltig, den Apple realisiert. Jedoch der Marktanteil wird immer kleiner.

In diesem Moment ist fĂŒr den ehemaligen TechnologiefĂŒhrer immer wieder die Frage zu beantworten, ob man den Marktanteil halten will und damit auf die preissensiblen Kunden mit attraktiven Preisen zugeht, oder aber ob man es sich leisten kann auch weiterhin die hohen Preise zu halten und damit vielleicht einen Absatzeinbruch riskiert.

Nun ja. Apple hat sich nicht zu Preissenkungen und Absatzsteigerungen entschieden. Vielleicht hĂ€tte das auch QualitĂ€tseinbussen bedeutet. Apple entschied sich zu unverĂ€nderten Preisen und Innovationen und konsequenter Produktpflege. Absatzprobleme scheinen im Telefoniemarkt nicht der Fall zu sein, da viele Kunden subventionierte Smartphones mit Zwei-JahresvertrĂ€gen ausgehandelt haben und meistens dann auf das dann verfĂŒgbare neue Produkt vergĂŒnstigt zugreifen können. Dazu haben sich eine Grosszahl der neun Millionen iPhone 5s/5c Kunden entschieden. Wieviele neue Kunden dabei sind, weiß man erst mal nicht. Auf jeden Fall sind zwei Millionen Neukunden aus China dabei und eine unbekannte Anzahl von Kunden des grĂ¶ĂŸten japanischen Telekommunikationskonzern NTT Dokomo.

Wie das allerdings im Tablet-Markt ausgehen wird, kann man nicht vorhersagen. Auch hier haben gĂŒnstige Android-Tablets einen Marktanteil von 75%. Vor einem Jahr hatte das iPad noch diesen Anteil. Da sich die meisten Kunden fĂŒr das Wifi-Modell entscheiden gibt es hier selten subventionierte Tablets. Auch bei den Tablets wird Apple wieder Innovationen und kontinuierliche Produktpflege zu hohen Preisen anbieten. Und auch hier werden viele von ihrem Alt-iPad auf die neuen Modelle umsteigen wollen.

Plattformwechsel?

Vielleicht nochmal eine Anmerkung zu den Ökosystemen, die die Plattformanbieter Apple (iOS, iTunes Store, App Store, iCloud, Mac OS X) und Google (Android, Play Store, Chrome OS, Google Services) anbieten. Ich bin bis vor kurzem davon ausgegangen, daß ein Umstieg von einem Ökosystem in das nĂ€chste durch die bereits getĂ€tigten Investments in Inhalte wie Apps, Musik, Filme, Services, etc. unmöglich ist. Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gelangt, dass dies heute doch kein Problem ist, da die meisten benötigten und tĂ€glich genutzten Services auf allen Plattformen vorhanden sind. Manchmal ist ein Reinvest nicht mehr nötig, da die meisten Services kostenlos und werbefinanziert sind. Ein Umzug ist nicht immer einfach, aber möglich. Schwierige Zeiten fĂŒr die Plattform-Anbieter. Sie laufen in Ă€hnliche Probleme wie Telekom-Konzerne, die nur noch als Bandbreitenlieferanten wahrgenommen werden.

Aber schön ist es schon, darĂŒber zu streiten, welcher Fanboy auf dem vermeintlich richtigen Weg ist 🙂

Apple vs. Google: Das epische Duell – Aktien – Finanzen – Handelsblatt

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