Der einundzwanzigste Beitrag in meiner Reihe von Beiträgen zur Neugestaltung der Ausstellung in meinem Computermuseum. Heute und an weiteren 12 Tagen stelle ich die Zusammenstellung meiner Ausstellungsstücke vor. Welche Laptop-Tastatur ist wohl die beste Tastatur der Welt? Meiner Meinung nach ist es die von IBMs ThinkPad-Reihe. Und viele andere zufriedene Nutzer würden dem Urteil auch zustimmen. IBM hat schon früh seine komplette Laptop-Produkte an Lenovo verkauft. Lenovo hat aber auch in der Folge die Qualität der Tastaturen beibehalten. Nur der damals ikonische rote Trackpoint ist bei heutigen ThinkPad-Tastaturen nicht mehr zu finden

IBM ThinkPad 701CS
Das IBM ThinkPad 701CS ist ein mechanisches Wunderwerk in der Computertechnik. Warum, werdet ihr fragen, wenn ihr dieses Bild betrachtet? Aber dann wird euch doch sicher auffallen, dass die Tastatur breiter ist als das Display, oder? Und ihr werdet euch dann auch sicher als nächstes fragen, wie diese Tastatur dann im zugeklappten Zustand aussieht? Die Antwort findet ihr in meinem Beitrag über die innovative Mechanik, die diese große Tastatur in dem kleinen Gehäuse des Computers verschwinden läßt. IBM hatte tatsächlich den Ehrgeiz in jedes seiner ThinkPads dieselbe hervorragende Tastatur für seine Nutzer einzubauen.
Im Grunde besteht die Tastatur aus zwei Dreiecken, die mechanisch verschoben werden. Im geschlossenen Zustand ist der rechte Teil der Tastatur (das obere Dreieck) im oberen Teil des Gehäuses geparkt. Der linke Teil der Tastatur (das untere Dreieck) ist im unteren Teil des Gehäuses geparkt. Beide Teile sind auf der selben Ebene positioniert, damit das Gehäuse nicht zu dick wird. In einem Tangram-Spiel kann man schön mit zwei rechtwinkligen Dreiecken dieses Verhalten nachvollziehen.
Das Gerät kam zur falschen Zeit und war nicht erfolgreich. Es war sogar richtig teuer nach heutigen Maßstäben. Zu dem Zeitpunkt, als das Thinkpad 701 auf den Markt kam, wurden größere Displays günstiger und fortan waren kompakte Geräte nicht mehr im Trend. Stattdessen wollte jeder größere Bildschirme haben und Notebooks mit Bildschirmgrößen ab 12″ wurden nachgefragt.
IBM ThinkPad A20m
Auf dem Bild müßt ihr schon genauer hinschauen, um unter dem ThinkPad 701CS noch ein weiteres IBM ThinkPad zu erkennen. Es ist das IBM ThinkPad A20m. Es war mein Arbeitslaptop bei meiner zweiten Firma. Wie ihr auf den Bildern in meinem Beitrag zu diesem Laptop sehen könnt, hat es selbst im Jahr 2000 noch kein Trackpad für die Maussteuerung gehabt. IBM hatte in seinen ThinkPads sehr lange den ikonischen roten Trackpoint als Eingabemedium verbaut. Die rote Farbwahl kam vom Industriedesigner Richard Sapper, der für das ursprüngliche Design der Thinkpads verantwortlich war. Er verblieb auch als Teil des Designteams nachdem IBM die Thinkpad-Abteilung zu Lenovo auslagerte.
Meine Firmenrechner danach waren Dells und HPs. Und sie waren in jeder Hinsicht mittelmäßig im Vergleich zu meinem IBM Thinkpad. Ich habe diesen Rechner später noch an meinen Vater weitergegeben und erhielt ihn dann zurück für mein Computermuseum.
Fazit
Auch heute habe ich ein Lenovo ThinkPad, das mir mein Kunde bereitgestellt hat. Und wie viel angenehmer ist die Arbeit mit dieser Tastatur im Vergleich zum HP Laptop, was mir meine Firma zur Verfügung stellt. Meine Apple-Tastaturen sind auch gut, keine Frage. Aber leider ist das Layout bei Apple-Tastaturen nicht der PC Standard und so schließe ich mit CMD-Q immer eine App, obwohl ich eigentlich nur ein @-Zeichen eingeben will. Pure Gewöhnung durch die jahrelange Nutzung von PC-Tastaturen.
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