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OS X 10.10 Yosemite: The Ars Technica Review

Lesedauer: 3 Minuten Bei OS X 10.10 Yosemite war ich tatsächlich Betagtester. Eine tolle Erfahrung. Trotzdem war ich auf den Ars Technica Review gespannt.

Yosemite ist raus und hat sich bereits recht erfolgreich am Markt verbreitet. Ich nehme an, daß das Neudesign der Oberfläche einer der treibenden Faktoren ist. Auch bei iOS 7 war das Design der Antrieb für die Massen das neue Look & Feel zu erfahren. John Siracusa hat wieder einen großartigen Ars Technica Review zu Yosemite geschrieben.

Betatester-Erfahrungen

Ich war Betatester für Yosemite und meine Erfahrungen mit dem Design waren etwas gemischt. Auch ich war gespannt darauf, das in der Keynote zur WWDC 2014 gezeigte Yosemite-Design selbst zu erleben. Ich muss allerdings zugeben, daß Apples Marketing fantastisch ist und die in der Keynote gezeigten Bilder und Animationen das Design toll hervorgehoben haben. Auf meinem iMac in einer speziellen Test-Partition habe ich das nicht mehr so hautnah wahrgenommen und fand die Änderungen sehr dezent und eher unscheinbar. Ich persönlich hätte mir deutlichere Transparenzen gewünscht. Letztendlich habe ich Yosemite als dezentes Update wahrgenommen.

Nachdem ich allerdings Yosemite auf meine beiden Produktions-Rechner installiert hatte, wurde der gewünschte Effekt erzielt. Meine bekannte Mavericks-Umgebung und meine persönliche Daten darin erweckten Yosemite zum Leben und das Design macht süchtig.

Alles funktioniert weitgehend reibungslos. Das public Beta-testing hat eine stabile 10.10.0-Version ermöglicht.

Probleme?

Ich habe eher ein paar Performance-Probleme auf meinem Mac Mini von 2010. Die Transitions zwischen Vollbild-Screens und Mission Control laufen verzögert an. Das Notification Center wird mit der Zwei-Finger-Geste nicht immer zuverlässig eingeblendet. Sie wird manchmal nur zur Hälfte angezeigt und man sie nochmal raus- und dann wieder reinswipen.

Größere Probleme gab es nur mit dem Trim-Enabler. Dieser wird dazu verwendet, um das Trim-Feature bei Nicht-Apple SSDs zu aktivieren. Leider schützt Apple nun die Kernel Extensions und genau da setzt der Trim Enabler an. Er ersetzt eine Kernel Extension und das führt im täglichen Workflow zu Problemen. Also habe ich auf Trim Enabler jetzt verzichtet und warte mal ab, wie sich die Performance meiner SSD entwickelt in Zukunft.

Ein weiteres Problem habe ich mit meinem Mac Mini. Ich schaffe es nicht mehr einen Neustart durchzuführen und den Rechner sauber runterfahren zu lassen. Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen stockt der Rechner und es bleibt ein schwarzer Screen mit einem Mauszeiger stehen. Nur mit einem Hard-Reset kann der Rechner wieder zum Neustart bewegt worden. Dieses Verhalten hatte ich allerdings schon bei Mavericks. Irgendein Treiber muss dort querhängen. Ein Kollege meint, daß es irgendwas aus dem Plex-Package sein müßte.

Was ist schön an Yosemite?

Was nutze ich gerne von den neuen Yosemite-Funktionalitäten?

  1. Ich habe mir Widgets für die Heute-Seite des Notification Centers geladen, die Widgets auf dem Dashboard ersetzen. Tatsächlich habe ich das Dashboard danach nur noch als Overlay aktiviert. Das Dashboard hat keinen eigenen Screen mehr.
  2. Weiterhin ist die Einbindung der Telefonie und des SMS-Managements in Nachrichten toll. Es funktioniert nach der Aktivierung durch iOS 8.1 reibungslos und sorgt für eine tolle Integration der beiden Welten.
  3. Leider haben meine beiden Macs kein BT LE (4.0) und deshalb ist Handoff zwischen iOS und Mac OS nicht möglich. Schade. Ich würde mir wünschen, daß es bald Nachrüstmöglichkeiten für die Macs gäbe. 
  4. Safaris neue Übersicht des offenen Fenster schätze ich sehr. Auch ist die Geschwindigkeit der Anzeige von Webseiten noch besser geworden.
  5. Ich bin schon gespannt auf die zukünftige Entwicklung von Extensions für das System. 

John Siracusa – Superstar

Noch ein paar Worte zu John Siracusas Artikeln in arstechnica: sie sind unglaublich informativ und detailliert. Ich schätze sein tiefes Knowhow und die über Jahre vorgebrachten persönlichen Meinungen dieses Autors. Interessant ist immer wieder zu sehen, daß er eine Baustelle für Apple identifiziert, die dann tatsächlich Jahre später von Apple bearbeitet wird und der Autor damit sehr zufrieden ist. Weiter so. Über Jahre verfolge ich jetzt seine Detailberichte und bin immer wieder begeistert. Ich bin schon auf den nächsten Artikel von John gespannt.

Nachtrag 24.3.2021: pünktlich zum 20. Geburtstag von Mac OS X habe ich einen Beitrag über die Ars Technica Artikel von John Siracusa veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen

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