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iCloud mit 4TB Speicher – warum braucht man das?

Cloud Speicher sind heute unverzichtbar. Die Preise sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Ich habe in meiner iCloud 4TB Speicher.

Es gibt viele Anbieter, die große private Cloud-Speicher anbieten. Und wenn man in Terabyte-Größenordnungen kommt, dann wird es überall teuer. Ab 10€ ist man für 2 TB dabei. Ich habe mich entschieden, den Apple iCloud-Plan auf 4TB Speicher zu erweitern.

Warum sollte man jemals soviel iCloud-Speicher als Apple-Nutzer benötigen? Nun ja, mit der Familienfreigabe können die eingeladenen Familienmitglieder auch den Speicherplan nutzen. Und so sind mal eben 776 GB durch die Familie belegt.

Warum benötige ich 4 TB Cloudspeicher?

Und dann komme ich selbst mit meiner Fotos-DB auf knapp 1178 GB. Über 1,1 TERABYTE benötige ich für Fotos und Videos, die ich seit 2003 digital aufgenommen habe. Schräg, wenn man diese Größenordnungen sieht.

Alles andere ist eher vernachlässigbar, wenn man diese Riesenspeicherblöcke zum Vergleich nimmt.

Wie bekommt man 4 TB iCloud-Speicher bei Apple?

Die kurze Antwort lautet: jeden Monat viel Geld auf Apple werfen. Dann erhält man für 9,99€/Monat einen 2 TB iCloud+ Speicherplan. Und zusätzlich schließt man für 28,95€/Monat das Apple One Premium Abo ab. Dort sind weitere iCloud+ mit 2 TB Speicher beinhaltet. Insgesamt hat man dann in seiner iCloud 4TB Speicher für alle möglichen Daten.

iCloud Fotos DB – ein geiler Service

Was begeistert mich so an der Fotos DB in der iCloud und lässt mich so viel Geld dafür bezahlen? Es ist die Möglichkeit jederzeit mit jedem Apple Gerät auf alle Fotos und Videos zuzugreifen. Alle Fotos haben Geokoordinaten und die Gesichter sind Personen manuell und automatisiert zugeordnet. Damit erstellt Apple automatisiert immer wieder überraschende und schöne Rückblicke, die immer komplexer werden.

Ich kann nachvollziehen, wann ich wo mit wem war. Fotos aus 20 Jahren können komfortabel aufgerufen werden. Für mich sind das alles Komfortfeatures, die ich sehr schätze. Für andere ist das eher eine kritische Masse an privaten Daten, die auf Cloud-Servern irgendwo auf dieser Welt liegen. Meistens auf US-Servern. Wenn andere als ich auf diese Daten Zugriff erhalten, dann ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

Integrationsplattform iCloud für Apple Services

Die iCloud Fotos DB ist der für mich sichtbarste Mehrwert speziell die iCloud zu verwenden und nicht auf externe Cloud-Anbieter umzusteigen. Tatsächlich hat Steve Jobs die iCloud in seiner letzten Keynote bei der WWDC 2011 als den zukünftigen Hub für alle Apple Geräte und Services angekündigt.

Was mich auch heute noch immer an der Keynote emotional berührt ist der kranke Steve Jobs auf der Bühne. Abgemagert und mit kraftloser kratzender Stimme versucht er uns mit seiner letzten Kraft noch zu erklären, dass iCloud die Zukunft für Apple und seine User ist. Dass dies der letzte Auftritt von Steve Jobs vor seinem Publikum sein würde spüren die Menschen an diesem Tag und geben ihm spontan stehenden Applaus.

Steve Jobs erklärt uns, warum wir iCloud benötigen (Apple WWDC Keynote 2011)

Dabei ist folgende Aussage von Steve Jobs wichtig:

iCloud is integrated with your apps, so everything happens automatically

Steve Jobs bei seiner WWDC 2011 Keynote

Diese tiefe Integration der iCloud in die Apps wurde 2011 begonnen und ist nunmehr elf Jahre später weit fortgeschritten. Über iCloud werden alle Apple-Geräte und die Services mit den Daten des Nutzers synchronisiert. Über die Familienfreigabe werden auch Informationen dieser Familienmitglieder geteilt. Das geht von gekauften Medien-Inhalten bis hin zu Informationen darüber, wo ihr iPhone sich gerade befindet. Natürlich nur, wenn es vom Besitzer freigegeben ist. Das Backup und die Speicherung von Applikations-spezifischen Daten in der iCloud sorgt dafür, daß wir ein neues Gerät innerhalb kürzester Zeit vollständig wiederherstellen können.

All das sind Gründe, warum Apples iCloud für das Apple-Ökosystem so wichtig ist. Andere Cloudanbieter können entweder nur Datenspeicher oder das Sharen von Daten spezieller Apps und Services über mehrere Geräte anbieten.

Vertrauen in Cloudanbieter?

Es braucht schon viel Vertrauen, wenn man in diesen unsicheren Zeiten persönliche Daten externen Anbietern anvertraut. Wenn man in der Presse mitverfolgt wie häufig Sicherheitslücken dieser Anbieter für unberechtigte Zugriffe auf Daten der Kunden ausgenutzt werden, dann wird einem Angst und Bange. Schon 2013 habe ich einen Artikel über den Vertrauensverlust in die Cloud-Anbieter durch den NSA-Skandal geschrieben. Meiner Meinung nach war das Geschäftsmodell Cloud stark gefährdet.

Auch als Apple-Kunde muss man sich die Frage stellen, ob man der sicheren Datenhaltung bei Apple vertrauen mag. Auch dort wird immer wieder über Vorfälle berichtet, wobei Fremde Zugriff auf Daten von Apple-Kunden erhalten haben.

Zuletzt wurden Initiativen von Apple bekannt Fotos seiner iCloud-Kunden auf kinderpornographische Inhalte zu scannen. Jeder wird natürlich sagen, dass man als Kunde diese Maßnahmen unterstützen muss, weil dadurch Verbrechen mit CSAM-Inhalten (Child Sexual Abuse Material) verhindert werden können. Aber man kann auch kritisch anmerken, dass ein solcher (zu begrüßende?) Überwachungsprozess in Zukunft auch für andere Suchmuster missbraucht werden kann. Also ist eine gesellschaftliche Diskussion darüber erforderlich, wie man mit solchen Überwachungskonzepten umgehen will.

Ich persönlich würde es begrüßen, wenn die Privatsphäre gewahrt bliebe und keine Cloud-Firma Einblick in unsere Daten nehmen darf. Datenschutz und Privatsphäre sind wesentliche Bausteine für das Vertrauen in Cloudspeicher-Anbieter.

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