Back to the roots mit der Apple Watch


Letzten Freitag habe ich meine Apple Watch erhalten und in dieser Zeit habe ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit ihr gemacht. Lange habe ich auf sie erwartet. Freunde von mir haben ihre Uhren bereits seit dem 24.4. oder später. Deshalb habe ich mich über Flipboard mit allen möglichen News über die Uhr auf dem Laufenden gehalten und kannte sie deshalb schon bestens, als ich sie schliesslich auspackte. Natürlich ist alles mit Fotos bestens dokumentiert 😉

Die 42mm Edelstahl-Variante mit Stahl-Gliederarmband wird in einer quadratischen Box geliefert und präsentiert sich eindrucksvoll. Das Design wirkt völlig organisch mit seinen abgerundeten Seiten und dem dezenten Gliederarmband. Die Verarbeitung ist einwandfrei und die Uhr fühlt sich toll am Handgelenk an.

Sehr schön ist die initiale Verbindung mit dem iPhone gelöst. Eine tolle, sehr befriedigende Prozedur. Danach braucht die Initialisierung nochmal knapp 20 Minuten, dann sind auch alle Apps auf der Uhr und die ersten persönlichen Daten sind verfügbar. Die Anpassung des Armbandes ist einfach gelöst, nur sollte man keine frisch geschnittenen Fingernägel haben, denn dann ist die Entnahme von Kettengliedern etwas schwierig.

Ich habe festgestellt, daß ich die Uhr entgegen meiner Gewohnheit am rechten Handgelenk tragen muss, da die Skribble-Funktionalitäten nur so optimal sind. Ich kann halt nur mit links schreiben und jeder Versuch ein Skribble mit meiner rechten Hand zu machen, ist gescheitert. Beim Tragen am rechten Handgelenk ist mir aufgefallen, daß die optimale Anzahl der Kettenglieder im oberen und unteren Armband unterschiedlich sein muss. Erstens musste ich insgesamt 5 Kettenglieder entfernen und dann habe ich im oberen Band 12 Kettenglieder und im unteren 9 Kettenglieder belassen. So ist der Tragekomfort optimal für mein rechtes Handgelenk.

Skribbles sind phantastisch. Zum Glück habe ich bereits drei Apple Watch Freunde, mit denen ich Skribbles teilen kann und das Schreiben und Zeichnen auf der Apple Watch ist ein komplett neuer Weg der Kommunikation untereinander. Die Digital Touch Funktionalität ist im Moment nicht so erfolgreich, da zwischen dem Tippen auf der eigenen Uhr und dem Empfang auf der anderen Uhr mehrere Minuten liegen können. Das muss Apple unbedingt verbessern in dem Sinne, daß ein Digital Touch unmittelbar auf der Uhr des Empfängers durchgeleitet wird. Der Herzschlag ist toll animiert und eine interessante Erfahrung, auf Dauer nutzt sich der Effekt aber ab. 

Meine ganz persönlichen Killer Apps ist das Musikfernsteuerungs-Glance und die Wetteranzeige auf dem Ziffernblatt “Modular”. Dann habe ich noch einen Taschenrechner gefunden, der mich wieder zurück in die 80er-Jahre mit den Casio-Taschenrechneruhren gebracht hat. Einfach süß 😉

Die Apple Watch fällt nicht auf. Sie ist dezent designed und außer den Tonsignalen, die manchmal von ihr ausgehen, hält sie sich dezent im Hintergrund. 

Zum Laden habe ich das Spigen Ladedock gekauft, was mit seinem Aludesign wunderbar zur Uhr passt. Das Aufladen geht überraschend schnell. 

So weit mein Zwischenstand. Ich bin zufrieden in dem Sinne, daß ich bezügliche der Funktionalität nicht viel erwartet habe und diese auch nicht allzusehr in Anspruch nehme. Mir ist wichtiger, daß ich eine schöne Uhr wieder nach zwei Jahren Abstinenz an meinem Handgelenk tragen kann. Und sie ist schön – viel schöner als die Android Wear- und Pebble-Varianten, die auf dem Markt sind. Ein Arbeitskollege hat eine LG G Watch R und diese ist einfach nur ein klobiges Monster mit Plastikrückseite und wenig Fashion-Appeal. Aber für Technik Nerds ist das wohl ausreichend 😉

4.6. Und ein Nachtrag:

Wieder sind ein paar Tage vergangen und ich kann mittlerweile weitere Erfahrungen dokumentieren. Lange habe ich gebraucht, um die Navigationsunterstützung durch die Watch, die akustisch und per Tip erfolgt, zu lernen und zu erfühlen. Ganz gelingt es mir aber nicht. Die akustischen Signale kann ich mittlerweile unterscheiden, aber die auf das Handgelenk gesetzten Tips durch die Uhr sind zu schwach, als daß ich sie immer mitbekomme. Aber trotzdem gehört genau diese Funktionalität zum grossen Kino dieser Uhr. 

Wie ihr merkt, spreche ich doch jetzt von Funktionalitäten der Apple Watch, was ich vorhergesehen habe. Die Uhr ist nicht nur ein Schmuckstück und eine Uhr, sondern vor allem ein personalisierbares Device. Ich habe bis auf Micky Maus fast jedes Zifferblatt mittlerweile ausprobiert und finde die Auswahl und die vorkonfigurierten Watchfaces sehr gelungen. Die Fitnessfunktionalitäten der Uhr nutze ich auch selbstverständlich und finde die Anzeige der Fitness-Werte sehr hilfreich für die Planung der persönlichen Fitness. Die Ermittlung der Herzfrequenz ist eine neue Information, die ich bisher nirgendwo her bekam. Das ist eines der interessantesten Features auch für viele Bekannte, die die Uhr sehen. 

Wie ihr vielleicht auch gemerkt habe, spreche ich kaum mehr von der Apple Watch, sondern nur noch von der “Uhr”. Tatsächlich habe ich sie als vollwertige Uhr angenommen. Was mich doch stört ist, daß die Uhrzeit erst nach einer Verzögerung angezeigt wird. Hier erwarte ich eine Nachbesserung in der Art, daß eine Art Ambient-Mode geschaffen wird, der dauerhaft die Uhrzeit stromsparend anzeigt. 

Ich trage vorwiegend das Gliederarmband, was absolut elegant und schön ist. Ich möchte fast nie auf die anderen Bänder, das blaue Leder-Looparmband und das schwarze Sport-Armband wechseln.

Siri ist eine einzige Enttäuschung. Eigentlich sollte innerhalb von drei Sekunden nach dem Heben der Uhr und den Zauberworten “Hey Siri” die Aufnahme von Siri starten. Das tut es aber nur bei jedem dritten Mal und ist ein Ärgernis. Deshalb nutze ich Siri fast überhaupt nicht mehr. Oder ich drücke die Krone zwei Sekunden und spreche dann den Text. 

Nach fast einem Monat kann ich sagen, daß ich mich jeden Morgen freue, die Uhr anzuziehen und sehe sie als absolute Bereicherung an. Ich nehme das iPhone tatsächlich viel seltener zur Hand. Ich bin mal gespannt, ob das auch mein Freundeskreis bemerken wird. 

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