Apple Design Computer

Der neue iMac 24“ von 2021

Der iMac 24“ von 2021 ist der nächste Designschritt für Apple. Anscheinend mit Beteiligung von Jony Ive. Back to the colors

Am 20.4.2021 bringt Apple ein neues iMac Design raus. Der iMac von 2021 kommt wieder in vielen Farben auf den Markt. In seinem Spring Loaded Event wurde eine komplett neue Form vorgestellt. Der letzte massive Designchange war im Oktober 2012 vollzogen worden. Damals wurde das Gehäuse an den Seiten sehr schmal und zur Mitte der Rückseite etwas bauchig geformt. Seit nunmehr 9 Jahren haben wir uns an den Formen des iMacs satt gesehen. Auch wenn diese immer noch unglaublich elegant erscheinen, so habe ich schon lange auf eine neue Inspiration gewartet.

Der neue iMac 24“ von 2021 in all seinen Farben
Der neue 24“ iMac (Quelle: Apple.com)

Was ist alles neu am iMac?

Inspiration hat das aktuelle iPad Pro gegeben. Die Gehäuserückseite des iMac von 2021 ist nun durchgängig flach und vollständig aus Aluminium gefertigt. Bis zu 7 unterschiedliche Farben werden für das Gehäuse angeboten. Der Stand für den Monitor ist ebenfalls vollständig aus Aluminium gefertigt, benötigt aber nach hinten noch eine Verlängerung, um das Gewicht des Bildschirms ausgleichen zu können.

Wie beim alten iMac ist der Stand auch mit einem Loch versehen, durch das das Stromkabel geführt werden kann. Es wird magnetisch angeschlossen. Das Netzteil hat auch noch einen Netzwerkanschluß integriert, weil auf der dünnen Rückseite des iMacs nicht genügend Tiefe für den Anschluß vorhanden ist. Tatsächlich sind nun 4 USB Typ C-Anschlüsse auf der Rückseite vorhanden, wobei zwei davon USB 4/Thunderbold-Anschlüsse sind und die beiden anderen nur USB 3-Anschlüsse. Bei der günstigeren Variante des iMac sind die beiden USB 3-Anschlüsse nicht vorhanden. Auch hat diese Version nur 7 GPU-Kerne. Kleine, aber feine Unterschiede.

Die Front ist meiner Meinung nach etwas widersprüchlich. Es verbleibt ein relativ großes Kinn, weil in diesem Bereich die Technik untergebracht ist. Der 24“-Screen ist von einem weißen Rahmen umgeben. Das ist eine Abkehr von den schwarzen Umrandungen beim alten iMac. Mir persönlich gefällt der weiße Rahmen noch nicht. Mal sehen, ob man sich daran gewöhnt.

Was gibt es neues an Technik?

Die Innereien sind überzeugend. Apple kann einen Großteil der Technik verkleinern, da der kompakte M1-Prozessor dies erlaubt. Es sind nur noch ein kleines Motherboard und zwei kleine Lüfter erforderlich. Den verbleibenden Platz nutzen sie für die Anschlüsse, die Lautsprecher, die Mikrophone und die Kamera.

Die Lautsprecher erlauben einen vollen Stereosound mit vernünftigen Bässen und Höhen. Apple behauptet, daß mit diesem Aufbau auch räumlicher Klang mit Dolby Atmosphäre-kodierten Material erzeugt werden kann. Die Kamera ist endlich eine 1080p-Kamera. Wie lange haben wir auf diesen Standard gewartet. Die eingebauten Mikrophone erlauben eine hochwertige Aufnahme der eigenen Stimme bei Aufnahmen oder Telefonkonferenzen.

Ein Kopfhörer-Anschluß ist weiterhin auf der linken Seite vorhanden.

Der IMac 2021 kommt auch mit Tastatur und Maus oder Trackpad in der passenden Gehäusefarbe
Tastatur in Gehäusefarbe und Touch ID (Quelle: Apple.com)

Tastatur, Maus und Trackpad bekommt man in derselben Farbe wie der Computer ausgeliefert. Die Tastatur besitzt nun auch einen Touch ID-Sensor. Leider ist nicht die Touchbar eingebaut, sondern lediglich die normalen Funktionstasten. Die Tastatur gibt es auch mit einem zusätzlichen Zehnerblock.

Bewertung der Neuerungen

Das Design ist eine konsequente Umsetzung der neuen Möglichkeiten. Der M1-Prozessor erlaubt eine kompakte Bauweise. Jedoch ist dies nur möglich, indem Apple das Netzteil und den Netzwerkanschluß separat in ein gesondertes Gehäuse überführt.

Die Verlängerung des Fußes nach hinten ist meiner Meinung nach schlecht gemacht. Das sieht so aus, als hätten sie erst später gemerkt, daß der iMac bei einer stärkeren Neigung des Bildschirms nach hinten umkippt. Dann haben sie erst diese Verlängerung noch hinzugefügt.

Die Farbpalette mit Blau, Grün, Silber, Pink, Gelb, Orange und Purpur erinnern schon sehr an den ersten iMac. Ist jetzt nach 20 Jahren wieder bunt angesagt? Nun ja, das einheitliche Alu in Grau oder Schwarz ist ja auch bei den iPhones durch frische Farben aufgelockert worden. Warum jetzt nicht auch wieder bei den iMacs. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß die größere Variante auch in diesen Farben rauskommen wird. Dieser wird wahrscheinlich ähnlich wie die Pro-Varianten des iPhone dann ein Pro-Label bekommen und mit Sicherheit in 32“ angeboten werden. Die Gehäusefarben werden dann auch eher gedeckter sein.

Wo ist das Apple Logo?

Das Apple-Logo ist trotz großem Kinn nicht länger auf der Vorderseite zu finden. Nur noch die Rückseite enthält ein Apple-Logo. Der weiße Rahmen um den Screen ist eine Abkehr von dem eleganten schwarzen Rahmen beim alten iMac. Ich persönlich hätte allerdings erwartet, daß überhaupt kein Rahmen mehr erforderlich gewesen wäre. Deshalb finde ich den weißen Rahmen eher nicht geglückt.

Auch das Kinn hätte nicht mehr erforderlich sein müssen, wenn man das Gehäuse etwas dicker gemacht hätte. Aber diesen Kompromiss wollte Apple nicht akzeptieren. Die Dicke des Gehäuses ist bei Apple immer ein wichtiges Kriterium gewesen, dem Apple alles andere untergeordnet hat.

Die Bildschirmauflösung von 4,5 Megapixel ist eine logische Steigerung aufgrund des größeren 24“ Screens. Ich nehme an, daß die dpi-Auflösung mehr oder weniger gleich geblieben ist und auch weiterhin als Retina vermarktet werden kann.

In der Pandemie-Zeit mit viel Homeoffice und Videokonferenzen werden vernünftige Kamera- und Mikrophon-Technik erwartet. Ehrlich gesagt hätte ich hier besseres als die 1080p Facetime-Kamera erwartet. Mittlerweile könnten sie auch schon die nächste Stufe eingebaut haben, weil die iPhones und iPads viel bessere Front-Kameras benutzen. Damit hätte man dann auch Face ID realisieren können.

Fazit

Endlich ein neues Design beim iMac. Mit den bunten Farben und dem günstigen Einstiegspreisen werden wahrscheinlich viele Consumer angesprochen. Vielleicht solche, die noch keine Mac-Nutzer sind, aber schon iPhone oder iPad haben und damit eine attraktive Möglichkeit bekommen, einen neuen und modernen Rechner zu kaufen. Und dieser Rechner ist leistungsfähig durch den M1-Prozessor und hat schon bei der Auslieferung eine vollständige Software-Ausstattung. Die Integration mit den Apple-Services ist perfekt. Ich bin gespannt, wie der Consumer-Markt diesen Rechner annimmt. Man fühlt wieder so eine Aufbruchstimmung wie damals als Steve Jobs den ersten iMac vorgestellt hat.

Der Profi fühlt sich mit diesem Produkt nicht abgeholt. Mein Freund Christoph erwartete einen iMac mit einem leistungsfähigeren Prozessor als dem M1. Dieser ist jetzt in alle Einsteigerprodukte aus der Mac-Schiene von Apple verbaut. Wie sich in der Folge der Apple-Keynote herausstellte, ist der M1 jetzt auch im neuen iPad Pro verbaut.

Ich erwarte allerspätestens die Profi-Variante des iMac zur WWDC in diesem Jahr. Sie wird wahrscheinlich dann als iMac Pro in gedeckten Farben mit 32“-Größe und 6K-Display angeboten. Dort wird es dann einen M1 Pro-Prozessor geben, der mehr Kerne bei CPU, GPU und AI bekommt. Auch wird es wahrscheinlich eine Möglichkeit geben neben dem Onchip-RAM auch noch zusätzliches RAM nachzurüsten. Das alles wird es mit Sicherheit zu einem Profi-Aufpreis geben.

1 Kommentar

  1. Mein erster unreflektierter Gedanke beim ersten Ansehen: Das sieht aus wie ein überdimensioniertes iPad in einem Dock, vor dem eine Behelfstastatur für unterwegs steht… Irgendwie finde ich, dass stationäre Computer durchaus etwas „handfester“ sein können. (Aber gut, ich schreib hier auch auf ner G613-Tastatur, die schwerer als mein Laptop ist…)

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