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LOAD #7

Lesedauer: 4 Minuten LOAD #7 ist das Clubmagazin des VzEkC und wurde im April 2021 an die Vereinsmitglieder versandt. Hier dreht sich alles um den IBM PC

Was sich wie ein Ladebefehl für den Commodore 64 anhört ist tatsächlich das jährlich erscheinende Clubmagazin des VzEkC. Der Verein hat die Load als Ausgabe #7 veröffentlicht und kostenlos an die Vereinsmitglieder versandt.

Die LOAD #7 als 2021-er Ausgabe des VzEkC für seine Mitglieder

Es kann wie auch die Magazine der Jahre zuvor direkt vom Club über eine Spende bezogen werden. Dann sendet der Organisator und Chefredakteur yalsi einem die Ausgabe (und wenn man mehrere angefragt hat auch diese Ausgaben) zu.

Zu dieser Ausgabe #7 gibt es auch erstmalig eine Heft CD, die heruntergeladen werden kann. Die Bandbreiten sind ja mittlerweile groß genug, dass die Datenmengen in vertretbarer Zeit auf unsere Rechner runtergeladen werden können.

Ich habe letztes Jahr als neues Vereinsmitglied die LOAD #6 bekommen und war begeistert. Die Mischung der Berichte hat mich und meine Interessen ganz besonders angesprochen. Es ging dort thematisch hauptsächlich um die Zeit der 16bit Computer, die mit Motorolas 68000 Prozessor auf den Markt kamen. Da kommen meine Erinnerungen an die Zeit mit dem Sinclair QL und dem Atari Mega STwieder richtig hoch. Ach, war das schön.

Was bietet die LOAD #7?

Pünktlich zum 40. Geburtstags des IBM PCs und damit auch der PC-Plattform bringt das Magazin des VzEkC auf siebzehn Seiten die Geschichte des PCs. Großartige Bilder der elektronischen Komponenten dieses von IBM nach den Ideen der Westküste gebauten Computers beschreiben das Konzept dieses Meilensteins der Computertechnik. Wie ich schon in meinem eigenen Rückblick auf den IBM PC geschrieben habe, war dieses Gerät im Vergleich zu sonstigen IBM Computern eher einfach gehalten. Er bestand aus Standardkomponenten und konnte genau wie das Vorbild Apple II mit Zusatzkarten erweitert werden. Das war auch unbedingt notwendig, um Grafik, Sound und mehr Speicher einzubauen. Großartig ist auch die als Kartenspiel aufgezogene Familiengalerie des IBM PCs und seiner Nachfolger aus dem Hause IBM.

Der Artikel über die Olivetti PCs hat mir sogar eine neue Facette über die damals auch aufkommenden IBM-kompatiblen Rechner aufgezeigt, die mit der Zeit IBM und seine PC-Produkte obsolet machten.

Was gibt es noch für interessante Themen?

Ein Artikel in LOAD #7 beschäftigt sich mit unterschiedlichen Netzwerken der frühen Zeiten, wobei LocalTalk und AppleTalk zu den bekannteren gehören. Von Corvus Omninet, Fox Research 10-Net und Biodatas BIONET 100 habe ich noch nie gehört. Sehr interessant, wie unterschiedlich die Konzepte waren. Auch englische Heimcomputer hatten damals schon Netzwerk-Funktionalitäten wie das Beispiel Acorn Econet aufzeigt. Aus meiner persönlichen Erfahrungen kenne ich noch das für das ZX Interface 1 entwickelte Netzwerk.

Der Bericht über den HP Interface Bus war für mich etwas völlig neues aus dem Jahr 1972. Wirklich interessant von den beiden Autoren aufgemacht und wird in der nächsten LOAD-Ausgabe fortgesetzt.

Für alle, die ihre alten Computer mit moderner Hardware kombinieren wollen, gibt es einen Markteinblick für Erweiterungen. Von Schnittstellen, über Massenspeicherlösungen, Videoadaptern, Tastatur- und Mausadaptern bis hin zu RAM-Erweiterungen wird eine Menge für 8bit- und 16bit-Plattformen aufgezeigt.

Retrocomputing

Ein Artikel beschäftigt sich mit der Situation, wenn die Hardware ihren Geist aufgibt und die Retrocomputing-Aktivisten dann mit Emulation, Simulation und Nachbauten weitermachen. Dazu gibt es dann passend auch Artikel über die Nachbauten CosmacElf und ZX Spectrum Next.

Ein kleiner Artikel über die Oberon Risc Station hat mich neugierig gemacht, mehr über das Oberon System von Niklaus Wirth und Jürg Gutknecht zu erfahren.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, daß mein IBM Thinkpad 701CS schon klein war. Aber das IBM Palm Top PC110 war noch kleiner und war nur auf dem japanischen Markt erhältlich. Ein kleiner Beitrag beschäftigt sich mit diesem schnuckeligen schwarzen Schmuckstück.

Nach dem C64 mini sind von Retro Games auch TheC64 und TheVIC20 herausgekommen. Beide Gehäuse sind bis auf die Farbe und dem Typenschild identisch.

Überrascht mußte ich feststellen, daß das Apple TV der ersten Generation mittlerweile für alle Arten von Retrocomputing-Aktivitäten genutzt wird. Ein sehr interessanter Artikel, der Lust auf mehr macht.

Monochromspiele auf dem MacIntosh Plus und vieles mehr

Ein Autor beschreibt den MacIntosh Plus und seine Erfahrungen damit als Spielcomputer. Ich fühlte mich durch diesen Bericht zurückversetzt in die Zeit mit meinem Atari Mega ST und dem Monochrom-Monitor SM124. Wenn ich dort Programme und Spiele liefen ließ hatte das denselben Charme.

Auch Listings (oder erste Ansätze davon) zum Nachprogrammieren (in Verbindung mit der CD) gibt es in dieser LOAD #7.

Ein schöner Einblick in die Computergeschichte der deutschen Industrie mit der Mittleren Datentechnik (MDT) wird auch gegeben. Das hat mich sehr an meinen Besuch im Heinz Nixdorf Forum in Paderborn erinnert. Leider hatte ich kein Auge für die dort ausgestellten Beispiele der MDT, da mich die Homecomputer der 80er mehr interessierten.

Am Besten hat mir tatsächlich der Erfahrungsbericht eines Vereinsmitglieds gefallen, der eine IBM Serie/1 aus dem Keller der Firma PICOS mitnehmen konnte. Absolut lesenswert.

Den Abschluß macht ein Bericht über die Apple Collection Prague. Es ist traurig zu erfahren, daß diese Ausstellung nicht mehr besteht. Zum Glück kann man sich diese noch virtuell anschauen. Hoffentlich wird es sie mal wieder geben. Ich hatte den Besuch eigentlich schon fest eingeplant. Die Zukunft wird es zeigen.

Fazit

Vielen Dank für diese vielseitige Ausgabe. Auch wenn mich die #6 persönlich mehr angesprochen hat, so ist auch diese #7 wieder sehr interessant geworden und hat mich stundenlang gefesselt. Vielen Dank an die Organisatoren und die Autoren.

Ich empfehle allen, die Interesse haben unbedingt zuzugreifen. Zu Nicht-Corona-Zeiten wäre man einfacher auf einem der vielen Treffen an die LOAD gekommen. Aber die Redaktion sorgt schon dafür, daß man seine bestellten Ausgaben nach einer Spende schnell zugeschickt bekommt. Vereinsmitglieder bekommen sie übrigens kostenlos.

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