von pelmazo klug geschissen

Helau

Über Karneval habe ich endlich mal wieder Zeit gefunden, mich mit meinem Digitalen Leben intensiver zu beschäftigen. Als Karnevalsmuffel ermöglicht sich für mich immer wieder die innere Einkehr, da ich mich von meinen feiernden Freunden im Wahren Leben abkehre.

Mein Karnevalsprogramm

Ich habe mir als Aufgabe gestellt meinen iMac 2011 auf Fusiondrive umzustellen und habe dabei den im beigefügten Link genannten High-End Blog mit Genuss während der Stunden von Backup und Restore gelesen.

Das Fusiondrive von Apple ist schon ein interessantes Konzept. Zwei Platten mit unterschiedlichen Eigenschaften so zu kombinieren, daß das Beste aus beiden Welten so richtig zum Tragen kommt. Einerseits die hohe Geschwindigkeit der SSD beim Laden und Speichern von Inhalten und die große Kapazität von Festplatten. Vorher habe ich das Management der Verteilung von Daten auf die unterschiedlichen Speichermedien mehr oder weniger selbstständig durchgeführt und jetzt macht es Apple mit seinem CoreStorage-Framework.

Bis ich mich zu diesem Schritt durchgerungen habe, mußte ich den großen inneren Widerstand überwinden. Widerstand, der durch eine gewisse Komplexität der Aufgabenstellung, Datensicherungsaufgaben und viel Zeitaufwand hervorgerufen wurde. Aber nachdem ich die Woche vor Karneval ein interessantes Gespräch mit einem Kollegen führte war mir klar, daß das Wochenende genau der richtige Zeitpunkt für diese Aufgabe ist.

Und was war nicht alles zu tun. Mit Time Machine eine Komplettsicherung durchführen, als doppelte Sicherung nochmal mit Carbon Copy Cloner ein boot-fähiges Komplettbackup erstellen, dann einen boot-fähigen USB-Stick mit Mountain-Lion erstellen und das Internet nach allen möglichen Anleitungen zu durchsuchen, wie man ein Fusiondrive erstellt.

Nachdem ich nun alle möglichen Fallstricke in den Kommentaren gelesen habe und mir sicher war, daß ich nun fehlerfrei die Installation durchführen kann, habe ich es dann schließlich gewagt. USB-Stick rein und von ihm gebootet. Das Terminal geöffnet und alle Befehle in der vorgeschriebenen Reihenfolge abgearbeitet. Dann Mountain Lion installiert und nach Neustart dann von TimeMachine die letzte Sicherung der einzelnen Platten zurückgeladen.

Erfolgreiche Umstellung

Super gelaufen. Alles wieder wie vorher. Nur ist jetzt alles auf einem Fusion Drive anstelle von zwei unterschiedlichen Laufwerken. Das TimeMachine Backup lief wieder los und nach ca. zwei Arbeitstagen (vom ersten Backup bis zum letzten Backup) war alles fertig.

Pelmazo – der ultimative Musikbranchenblogger

Und in der Zwischenzeit war so viel Zeit geblieben, daß ich mich mit meinem zweiten Digitalen Schwerpunkt beschäftigen konnte: der Musik und vor allem der Diskussion über Musik, die Komponenten und die Menschen, die von ihren Erfahrungen und Überzeugungen über Musik erzählen. Und da ist der u.g. Blog eine Quelle der Inspiration.

Es ist einfach phantastisch diesem Leidgeprüften über die Jahre zu folgen, wie er von seinen Erfahrungen mit “Audiophilen” und “Subjektivisten” berichtet. Er scheint viel Nerven im Kampf gegen diese Gruppe Menschen gelassen zu haben. Menschen, denen er im wahren Leben niemals Dummheit oder Inkompetenz vorwerfen würde, aber im Umgang mit dem Hobby Musik und High End ganz andere Erfahrungen mit diesen gemacht hat. Einfach grossartig und für lange Winter- oder Karnevalsabende zum Durchlesen empfohlen.

Mein Lieblingsbegriff seitdem ist das Wort “trollen” in allen seinen Variationen, die in einem solchen Blog aufkommen können. Manchmal sind mir die Texte vorgekommen als würde hier Don Quichote gegen die Windmühlen kämpfen, aber der Autor ist kein verblendeter Narr, der Windmühlen sieht. Eher sind es die Trolle, die mit ihren audiophilen Erfahrungen und Beobachtungen die Realität verleugnen und ihren Kampf gegen Windmühlen (u.a. dem Autor des Blogs) führen.

Einfach faszinierend was da ins Feld geführt wird, um unser Hobby Musik und die zugrundeliegende Technik in ein wunderähnliches Licht zu heben. Vor allem die Diskussion um Blindtests scheint immer wieder ein Feld zu sein, in dem beide Seiten behaupten mit dem Instrument Blindtest ihre speziellen Erfahrungen zu untermauern.

Wie gerne würde ich mal einen richtigen Blindtest durchführen, um den Klang von zwei völlig unterschiedlichen Verstärkern zu hören. Verstärker, die in zwei völlig unterschiedlichen Preisklassen beheimatet sind, die aber nach denselben Prinzipien gebaut sind. Ich möchte gerne bestätigt bekommen, was die Objektivisten seit Jahren behaupten. Nämlich, daß es keinen Verstärkerklang gibt.

Wie dem auch sei: ich hatte ein tolles Wochenende, habe mich gut unterhalten und habe was Schönes erreicht. Karneval, Helau.

Achja: und der Papst tritt zurück – anderes Thema für ein anderes Mal.

von pelmazo klug geschissen

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