Dies ist ein Beitrag über eine Reihe von Computern, die jeweils die stärksten Macs ihrer Zeit waren und die ich alle in meinem Computermuseum habe. Zuletzt ist der Mac Pro (Late 2013) hinzugekommen. Apple hatte immer seine professionellen Nutzer im Blick, die er mit den Power Macs und Mac Pros ausrüstete. Doch wie kam es zu diesen leistungsfähigen Computern?
Ab dem Jahr 1985 schaffte die Software Aldus PageMaker den Desktop Publishing Markt. Ab 1987 setzte Quark Inc. dann mit QuarkXPress den neuen Standard. Und diese Killer-Apps liefen nur auf dem damals noch nicht so erfolgreichen Apple Macintosh. Dies war der Schub, den Apple benötigte, um schließlich leistungsfähigere Rechner wie die Macintosh II-Klasse ab 1987 auf den Markt zu bringen, die auch Farbe beherrschten. In Verbindung mit dem Apple LaserWriter wählten Kreative in großen Zahlen den Macintosh als Computer-Plattform ihrer Wahl.
Über viele Jahre wurde der Markt der Professionals immer wieder mit passenden Werkzeugen wie den Quadras (1993-1995), der Power Macintosh 9000-Reihe (1995-1998) und schließlich den Power Macs G3, G4 und G5 (1999-2005) bedient. Durch den Wechsel auf Intel-Prozessoren bekamen die Professionals dann den ersten Mac Pro noch im Käsereiben-Design des Power Mac G5, um schließlich dann im Jahr 2013 von einem völlig neuen Konzept überrascht zu werden.
Beispiele für die stärksten Macs ihrer Zeit

- Power Mac G3: revolutionäres neues Design im Stil der iMac G3-Computerreihe mit transparentem und buntem Gehäuse. Besonders der große G3-Schriftzug auf der Seite war auffällig.
- Power Mac G4: Überarbeitung des Designs. Es wurde weniger poppig bunt und mehr klassisch elegant. Form und Materialien blieben aber gleich. Der G4-Prozessor brachte dem Power Mac das Label Military Grade Computing Power.
- Power Mac G5: Übernahme des Alu-Designs in die Power Mac Baureihe. Der G5-Prozessor war zwar leistungsfähig aber auch extrem leistungshungrig und erhitzte sich sehr. Deshalb mußte ein größeres Gehäuse und neue Konzepte für die Wärmeableitung entwickelt werden. Nach dem G5 stieg Apple auf Intels Xeon Prozessor um. Das Gehäuse blieb aber das gleiche wie beim Power Mac G5. Eine Namensänderung war erforderlich, da kein Power PC Prozessor mehr verwendet wurde. Dies war der erste Mac Pro.
- Mac Pro (Late 2013). Mit diesem Computer wurde ein komplett neues Konzept für die Wärmeableitung erdacht und deshalb sah der Mac Pro 2013 so anders aus, als all seine Vorgänger.
Vorstellung des Mac Pro 2013 durch Phil Schiller
Während der WWDC 2013 trat ein sichtlich euphorisierter Phil Schiller auf die Bühne und kündigte einen Sneak Peak auf den neuen Mac Pro an. Sein berühmtester Satz war:
You can’t innovate anymore, my ass!
Phil Schiller, WWDC 2013
Dieser Satz alterte nicht so gut. In seinem knapp acht Minuten langen Auftritt fordert er seine besten 6000 anwesenden Entwickler-Freunde auf sich vorzustellen, wie der stärkste und professionellste Computer neu gedacht werden kann.
Er sollte Entwickler, Musiker und Musikproduzenten, Wissenschaftler und Forscher, sowie Filmschaffende besser unterstützen, als dies mit dem bisherigen Mac Pro mit Intel Prozessor möglich war.
Dieser alte Mac Pro war aber ein Computer, der eine Reputation als Arbeitstier mit durchdachtem Aufbau des Gehäuses für Kühlung und Hardwareupgrades hatte. Sein Design war ikonisch mit der Käsereibe-ähnlichen Front und Rückseite, die den Luftfluss durch das Gehäuse bestens unterstützte. Das Gerät war massiv, schwer und stand damals unter den Schreibtischen der professionellen Nutzer von Apple.

Zweifel

In diesen acht Minuten stellte Phil Schiller ein revolutionäres neues Design vor. Die anwesenden 6000 Entwickler lachten und applaudierten. Nur Steve Wozniak wirkte auffällig zweifelnd und wenig überzeugt.
Ein runder Computer mit einem Bruchteil des Volumens des bisherigen Mac Pro? So was hatte die Welt noch nicht gesehen. Das erinnerte doch ein wenig an die Vorstellung des Apple Power Mac G4 Cube von 2000.

Exkurs: Apple Power Mac G4 Cube
Dies war ein Computer, der den Platz zwischen einem iMac G3 und einem Power Mac G4 einnehmen sollte. Ein absolutes Designstück. Aber keiner wußte wirklich was mit dem Computer anzufangen, da er nur minimal erweiterbar war. Außerdem ließ das thermische Konzept es nicht zu, dass später noch leistungsfähigere Prozessoren verbaut werden konnten. Es war kein Lüfter eingebaut. Nur ein Jahr später wurde die Produktion des Power Mac G4 Cube wieder eingestellt. In dieser Zeit wurde er 148000 Mal verkauft.
Apple schien aber aus diesem Fehler gelernt zu haben. Oder doch nicht? Immerhin war diesmal ein Lüfter eingebaut, der die Luft schneller aus dem Inneren des Mac Pro heraustransportierte. Es wurde derselbe Kamineffekt wie beim Power Mac G4 Cube verwendet, wobei die vorbeiströmende Luft die am Kamin verbauten Prozessorchips und Grafikchips kühlte.
Die Präsentation des Mac Pro (Late 2013)
Doch schauen wir uns doch die wesentlichen Momente dieser Präsentation an. Phil Schiller kündigt an, dass das Konzept des neuen Mac Pro so revolutionär neu sein würde, dass sie ein ganz besonderes Video zur Einführung des neuen Computers erstellt haben. Genauso wie zwei Jahre später mit der Apple Watch sieht das Publikum nur angedeutete Formen in tiefschwarzen Kamerafahrten rund um das Gerät.
Bis die Kamera einen Moment herauszoomt und die mögliche Zylinderform andeutet.

Und dann sehen alle Beobachter dieser Keynote den neuen Mac Pro. Einen Zylinder mit einem Anschlussfeld, wo all die externe Peripherie angeschlossen werden kann. Das Publikum ist erstaunt. Das ist wirklich weitab jeder Vorstellung. Sechstausend Entwickler sind verwirrt. Keiner hat eine Vorstellung darüber, wie groß dieses Gerät wohl sein mag.


Die nächste Einstellung zeigt, dass man die zylindrische Hülle leicht entfernen kann und schnell Zugriff auf die verbaute Hardware haben kann. Phil Schiller erläutert den Thermal Core, um den die Hardwarekomponenten angeordnet sind. Ein langsam drehender, und damit leiser Lüfter transportiert die Abwärme aus dem Gehäuse.

Die technischen Spezifikationen
Phil Schiller verkündet die technischen Spezifikationen zu diesem Computer. Die neueste Generation der Xeon-Prozessoren würden den Computer zweimal schneller machen. Eine massive Leistungssteigerung, die durch das damals schnellste RAM unterstützt wird.



Eine Festplatte ist nicht verbaut, sondern die neueste Generation einer SSD. Die verbaute Flash-Speicherchiptechnologie würde 2,5 mal so schnell die Daten lesen und schreiben, wie die vorherige Generation.


Es wurden die neuesten Thunderbolt 2 Schnittstellen verbaut. Insgesamt sechs davon sollten externe Peripherie mit jeweils 20 Gbps anbinden An jede Schnittstelle konnten bis zu sechs Peripheriegeräte in Reihe geschaltet werden. Außerdem gab es noch vier USB 3.0 Ports und zwei Netzwerkanschlüsse. SD-Karten konnten nicht direkt eingesteckt werden.
Diese Abgeschlossenheit war die grundlegende Änderung zu all den Generationen von Power Macs und Mac Pro davor. Erweiterungen konnten nicht mehr in Steckkartenform in das Gehäuse eingebaut werden. Sie mussten über die schnellen Thunderbolt 2 Schnittstellen angebunden werden.


Ich persönlich fand das Konzept vielversprechend. Es war doch viel schöner ein Designstück auf seinem Schreibtisch stehen zu haben und all die Peripherie über Kabel verbunden unter dem Schreibtisch versteckt zu haben. So dachte wahrscheinlich auch Apple. Aber die Entwickler hatten andere Vorstellungen, wie ein professioneller Rechner aussehen würde.
Dual workstation GPUs
Der nächste Hammer war aber die Ankündigung von zwei verbauten Grafikkarten. Apple war der Überzeugung, dass diese Architektur die Professionals in Zukunft besser unterstützen würde als eine einzige hochgezüchtete Grafikkarte. Das thermale Konzept war genau auf diese Architektur ausgelegt. Damit konnte eine Vielzahl an 4K-Monitoren unterstützt werden.



Phil Schiller zeigte einen Filmeditor an seinem Arbeitsplatz mit 3 nebeneinander stehenden großen Bildschirmen. Sein Spruch „You can be this guy“ wurde vom Publikum lachend aufgenommen.

Dann sah das Publikum erstmals die Größenverhältnisse. Der Mac Pro (Late 2013) wirkte winzig im Vergleich zur vorherigen Generation des Mac Pro. Und dieser Computer sollte viel leistungsfähiger sein? Aber er war offensichtlich nicht erweiterbar im Sinne von Steckkarten, die in das Gerät eingesteckt werden konnten. Ein nettes Feature war das rückwärtige Anschlussterminal, was aufleuchtete, wenn man den Mac Pro bewegte. So fand man die richtigen Bereiche an diesem schwarzen Computer, wo man die Stecker einstecken konnte.


Ein interessantes Detail war, dass dieser Computer in den USA zusammengesetzt wurde.

Der offiziellen Mac Pro Trailer zum Mac Pro zeigt Jeff Williams, der die Entstehung des Mac Pro erläutert. Es sind faszinierende Einblicke in den Produktionsprozess eines Designstücks. Alleine, wie das Gehäuse poliert wird ist beeindruckend zu sehen. So elegant und kompakt ist dieser Computer und doch ist er so leistungsfähig. Die Bilder von amerikanischen Arbeitern in der Produktionsstätte sind eine Reminiszenz an die Motherboard-Fabrik, die Steve Jobs speziell für den Next bauen ließ.
Wahrnehmung dieses Computers in den nächsten Jahren
Der Mac Pro (Late 2013) wurde zwischen den Jahren 2013 und 2019 fast unverändert, sowohl in Hardware als auch in Preis, gebaut. Kein Wunder, dass sich viele fragten, ob Apple seine professionellen Kunden vernachlässigt. Die Antwort gab Apple erst im Jahr 2017, als sie Journalisten einluden, um über den Mac Pro zu sprechen. Parallel dazu gab es kleinere Hardware-Upgrades für den Mac Pro.

Aber die wichtigste Botschaft war: Apple habe verstanden, dass das Mac Pro Konzept vollständig überdacht werden müsse. Das thermale Konzept war nicht zukunftsfähig, und die Erweiterbarkeit war trotz schneller Thunderbolt 2 Schnittstellen nicht ausreichend für Professionals. Kein Mal wurde in diesem Interview offen ausgesprochen, dass Apple einen Fehler gemacht hat. Auf Apples Seite waren Phil Schiller, Craig Federighi und der neue Hardwarechef John Ternus vertreten.
Phil Schiller, der bei der WWDC Keynote 2013 noch euphorisch und überzeugt von dem Konzept war, kündigte in diesem Interview an, dass Apple neben einem vollständig neu durchdachten und modularen Mac Pro auch ein neues professionelles Display vorstellen würde. Apple lieferte Statistiken, um aufzuzeigen, dass es nur wenige Professionals geben würde, die wegen des Mac Pro (Late 2013) auf andere Plattformen umgestiegen sind. Aber diese wollten sie mit dem neuen modularen Mac Pro zurückgewinnen.
Auf der WWDC 2017 stellte Apple dann den iMac Pro vor, der eine Art Übergangslösung darstellen sollte, bis schließlich 2019 der neue Mac Pro und das Pro Display XDR angeboten wurden.

Vergleich des Mac Pro (2013) mit dem Power Mac G4 Cube
Viele werden sich bei der Vorstellung des Mac Pro auf der WWDC 2013 an ein ähnliches Designstück von Apple erinnert haben, das mit allen Konventionen gebrochen hat. Es handelt sich dabei um den Power Mac G4 Cube aus dem Jahr 2000. Aber dieser Computer war nicht die Spitze der damaligen Macs, sondern wurde von Leistung und Preis zwischen dem iMac G3 und dem Power Mac G4 angeordnet.
Steve Jobs stellte auf der Macworld New York 2000 (ab 1:21:55) diesen Computer als One More Thing an. Gegenüber dem Power Mac G4 war der G4 Cube winzig. Er hatte eine Kantenlänge von acht Inch. Er wurde in ein Plexiglasgehäuse eingefasst und ist damit sogar größer als der Mac Pro von 2013.

Die Besonderheit war aber, dass er trotz seiner kompakten Form völlig geräuschlos lief. Es ist keinerlei Lüfter eingebaut und es wird nur der Kamineffekt genutzt, der kalte Luft von unten durch den inneren Kern des G4 Cube führt und dabei die Komponenten kühlt.

Der Mac Pro hat dagegen aber einen großen Lüfter unter dem schwarzen Kunststoffdeckel verbaut, der aktiv die heiße Luft nach oben abführt. Auch der Mac Pro ist ein sehr leiser Computer, da der Lüfter mit geringen Umdrehungen arbeitet.

Beide Computer sind absolute Designstücke. Beim G4 Cube ist das Anschlußterminal am Boden angebracht. Die Kabel sind damit fast unsichtbar unter dem Computer angebracht und werden nach hinten durch eine Öffnung im Plexiglasgehäuse geführt. Über diese Öffnung gelangt auch kühle Luft in das Gehäuse und wird durch die Wärme der Komponenten nach oben abgezogen. Der Mac Pro dagegen hat sein Anschlussterminal auf der Rückseite, wenn man bei einem perfekten Zylinder eine Stelle als Rückseite definieren will. Dies ist auch die Seite, auf der das Apple Logo dezent prangt. Das zylindrische Gehäuse ist aus polierten Metall und glänzt in einem eleganten grauen Farbton.
Innereien
Richtig magisch wird es aber, wenn man an die Innereien dieser Computer gelangen will. Beim G4 Cube dreht man diesen auf den Kopf, drückt einen Knopf und ein Handgriff gleitet sanft nach oben. Mit diesem Griff kann man den kompletten Computer aus seinem Plexiglashaus herausnehmen. Was hat das Publikum damals gejubelt. So was hatte man noch nicht bei professionellen Computern gesehen.




Beim Mac Pro entriegelt man mit einem Schieberegler den umgebenden Metallzylinder und kann dann dieses Gehäuse nach oben wegziehen. Auf diese Art und Weise kann man sowohl beim G4 Cube als auch beim Mac Pro auf all die Komponenten direkt zugreifen. Einige der Komponenten sind leicht austauschbar und damit können die Computer aufgerüstet werden. Vor allem RAM und Massenspeicher können leicht entnommen werden und durch leistungsfähigere Komponenten ersetzt werden.


Beide Computer sind wunderschön und ingenieurtechnische Meisterwerke. Aber beide sind auch gescheitert. Obwohl Apple das so nicht zugeben würde.

Vergleich des Mac Pro (2013) mit den Power Mac G3, G4 und G5


Während ich im vorherigen Abschnitt Spaß hatte Gemeinsamkeiten zwischen den Computern hervorzuheben, so ist es jetzt keine Schwierigkeit die Unterschiede zwischen diesen Generationen von Macs herauszufinden. Auf den ersten Blick sind diese Computer in Größe, Material, Farbe und Leistungsfähigkeit unterschiedlich. Bezüglich Leistungsfähigkeit habe ich in einem der folgenden Abschnitte Benchmarks zusammengetragen.
Materialauswahl und Anmutung
Bezüglich Material sieht man, dass die ersten Jahre unter Steve Jobs und Jony Ive geprägt waren von buntem Kunststoff und Transparenz. Der Power Mac G3 hat ein transparentes Gehäuse und zeigt einen großen G3 Schriftzug hinter dem hellblauen Apfel. Der Power Mac G4 ist dagegen in ein glänzendes Silbergehäuse mit transparenten Handgriffen gekleidet. Der Apfel auf der Seite ist blau-grau und größer als beim G3. Einen weißen Power Mac hat es aber nie gegeben, so wie wir es bei den iMacs G4 und G5 gesehen haben.
Die Aluminiumphase wurde mit dem Powerbook G4 12″ im Jahr 2003 eingeläutet. Der Power Mac G5 übernahm dieses nun für über 20 Jahre genutztes Material. Für die höhere thermische Belastung durch den leistungsfähigen G5 Prozessor von IBM war auch erstmals ein sehr großes Gehäuse erforderlich.
Es fällt auf, wie viel kleiner der Mac Pro von 2013 im Vergleich zu seinen Klassenbrüdern der Generationen davor und danach ist. Während all die Power Macs und Mac Pros immer Tower Gehäuse hatten, ist der Mac Pro (Late 2013) eine vollkommene Abkehr von diesem Konzept. Apple hatte wirklich diese Klasse neu gedacht und war der Überzeugung, dass sie auf dem richtigen Weg waren. Wenigstens sind sie ihrem Vorbild Steve Jobs gefolgt und haben ein Designstück entwickelt, welches das Computing verändern sollte.





Leider waren die Professionals anderer Meinung und nur wenige konnten sich für dieses Konzept erwärmen, was abwertend dann als Mülleimer oder Urne bezeichnet wurde. Um so schöner ist es aber, wenn man all diese Designstücke gemeinsam betrachten kann. Wie traurig wäre doch diese Welt, wenn es nicht manchmal auch Produkte geben würde, die zwar wunderschön sind, die aber nicht vom Markt angenommen werden. Apple ist das mehrfach passiert, da immer wieder der Wunsch nach einem völlig geräuschlosen Computer verfolgt wurde. Beim Apple III, beim Power Mac G4 und beim Mac Pro (Late 2013) sind nicht erfolgreiche lautlose Computer herausgekommen. Mein MacBook Air ist ein Beispiel, dass dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann und die Kunden diese Geräte lieben und kaufen. Power without the noise 😉
Benchmarks
Es ist nicht möglich Benchmarks zu finden, die Computer der letzten 30 Jahre miteinander vergleichen können. Dafür sind die Power PC Plattform und die Intel x86-, sowie Apple Silicon-Plattform einfach zu verschieden. Aber Geekbench kann wenigstens aufzeigen, wie sehr sich die einzelnen Generationen voneinander unterscheiden.
| Benchmark | Power Mac G3 | Power Mac G4 | Power Mac G5 | Mac Pro (2013) | Mac Pro (2019) Intel | Mac Pro M2 Ultra |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geekbench 2 32 bit (64 bit) | 380 | 1224 | 3316 (3594) | |||
| Geekbench 6 Single Core | 764 | 1358 | 2772 | |||
| Geekbench 6 Multi-Core | 4902 | 11040 | 21303 |
Aktuell führen aber die Geekbench 6 Statistiken die MacBook Pro mit der M4 Pro CPU an. Sie erreichen 3914 (Single Core) und 25621 (Multi-Core) als Spitzenwerte und übertreffen momentan den Mac Pro mit M2 Ultra CPU.
Allgemein kann man vielleicht folgende Daumenregel für die Leistungsfortschritte dieser Computer anwenden. Als Grundlage gilt der Power Mac G3 und es wird nur die Single Core Leistung betrachtet.
- Power Mac G4: Verdoppelung der Leistung durch erste Gleitkommaoptimierungen und Velocity Engine.
- Power Mac G5: ca. achtfache Leistung durch 64-bit, mehr Takt und Bandbreite.
- Mac Pro Xeon (2008) im Käsereiben-Gehäuse des Pro Mac G5: nahezu 30 mal schneller als Power Mac G3.
- Mac Pro (2013): zwölfmal schneller als G3 und damit langsamer als ein maximal ausgebauter Käsereiben Mac Pro mit Xeon-Prozessor. Dies war auf die Kompromisse mit der thermischen Architektur begründet. Aber man darf auch nicht vergessen, dass der Mac Pro (2013) bis zu 12 Kerne hatte und damit war er der schnellste Mac seiner Zeit.
- Mac Pro (2019) – die neue Käsereibe: ca. 37 mal schneller.
- Mac Pro 2023 (M2 Ultra): ca. 74 mal schneller.
Beautyshots der Computer







Fazit
Wie lange habe ich darauf waren müssen, dass ich endlich den Mac Pro von 2013 in meinem Museum begrüßen darf. Bereits 2013 habe ich einen Beitrag erstellt, der die komplette Apple Produktpalette beschreibt. Dort habe ich auch meine ersten Gedanken zum Mac Pro aus diesem Jahr festgehalten. Fünf Jahre später, 2018, schrieb ich fast eine Liebeserklärung mit dem Titel Mac Pro 2013 – my love. Ein paar Tage danach berichtete ich in einem Beitrag mit dem Titel Mein Mac Pro ist da über den Power Mac G4, erwähnte aber, dass ich mir den Mac Pro (Late 2013) wünschen würde. Aber damals musste man noch 2000 € für gebrauchte Geräte bezahlen. Außerdem war er noch das aktuelle Modell damals. Es dauerte noch ein Jahr bis Apple den Nachfolger vorstellte.
Im Jahr 2020 schrieb ich einen Jubiläumsbeitrag zu 20 Jahre Cube G4. Ich schloss mit den Worten:
Das Gerät erinnert uns an eine der kreativsten Phasen von Apples Design-Abteilung. Eine ähnliche Bedeutung hat für mich nur noch der Mac Pro 2013, den ich noch in meine Sammlung aufnehmen will.
Und schließlich habe ich beim Umzug in mein neues Computermuseum im Jahr 2023 festgehalten, dass ich den Mac Pro von 2013 unbedingt haben will. Ich wollte ihn damals schon mit den Power Mac G3, G4 und G5 vergleichen.
Das ist mir nun endlich gelungen. Ein Vergleich, der mir viel Freude bereitet hat. Ich hoffe auch ihr konntet meine Begeisterung für all diese Designstücke nachvollziehen. Jetzt fehlt nur noch der Mac Pro von 2019 für mein Computermuseum. Man muss sich ja neue Ziele setzen 😀


