Apple Design Computer

Geschichte der mobilen Apple Macintoshs

Drei Jahrzehnte der mobilen Apple Macintoshs sind in meiner Sammlung vertreten. Ein faszinierendes Bild der Entwicklung von Laptops

Als ich dieses Wochenende ein spezielles Apple MacBook von meiner Schwägerin zurückerhielt, stellte ich fest, dass ich eine ganz besonders interessante Zusammenstellung von mobilen Apple Macintoshs in meiner Sammlung habe.

Eine Zusammenstellung von Computern, die die Geschichte der mobilen Macintoshs vom Macintosh Portable aus dem Jahr 1989 bis zum Aluminium Unibody MacBook von 2008 bestens beschreibt.

Ein Teil der Sammlung meiner mobilen Apple Macintoshs
Ein Teil der Sammlung meiner mobilen Apple Macintoshs

Dies sind die folgenden neun Rechner, die ich in den nächsten Kapiteln genauer vorstellen werde. Ausserdem hebe ich ihre Bedeutung für Apple und die Computerwelt hervor. Zu jedem dieser Computer gibt es auch einen Beitrag in meinem Computermuseum. Ein Klick auf die folgenden Links bringt euch direkt dort zu diesen Computern.

  1. Macintosh Portable von 1989
  2. PowerBook 180 von 1992
  3. PowerBook G3 „Wallstreet“ von 1998
  4. iBook G3 „Tangerine“ von 2000
  5. PowerBook G4 „Titanium“ von 2001
  6. PowerBook G4 12″ von 2003
  7. MacBook White von 2006
  8. MacBook Pro 15″ von 2007
  9. und MacBook Aluminium Unibody von 2008

Macintosh Portable von 1989

Der Macintosh Portable ist nicht Apples erster Versuch einen tragbaren Rechner herzustellen. Schon der Apple IIc war ein tragbarer Rechner, weil er kompakt war und einen Tragegriff bot. Trotzdem war er kein mobiler Rechner, weil er an das Stromnetz angeschlossen werden musste.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: Macintosh Portable von 1989
Macintosh Portable von 1989

Der Macintosh Portable hatte einen Akku. Dies war ein Bleiakkumulator, der zur damaligen Zeit schon bis zu 10 Stunden Unabhängigkeit von der Steckdose ermöglichte. Er war zwar mobil und tragbar, aber alles andere als leicht. Er wog etwas über 7 kg.

Es gab zu diesem Zeitpunkt schon einige mobile Computer, wie z.B. den Compaq Portable von 1983. Apple wollte einiges besser machen und viele Macintosh-User fragten eine mobile Variante ihrer geliebten Computer an. Apple verwendete aber zu viel Zeit darauf ein perfektes Gerät zu liefern. So verzögerte die Entwicklung eines guten Active Matrix Displays die Veröffentlichung dieses Computers. Erst 1989 kam er dann auf den Markt, was Zeitgenossen folgendermaßen kommentierten: „It’s too big, too heavy and too expensive“.

Die Kritiker hatten recht und so wurde der Rechner zwei Jahre später schon wieder eingestellt. In dieser Zeit verkaufte Apple wahrscheinlich nur wenige 10000 Computer. Eine Verbesserung war die Einführung einer Hintergrundbeleuchtung des Displays, die allerdings die Laufzeit halbierte.

Das Gehäuse folgt dem Snow White Design. Es ist wie ein Keil gebaut, der im hinteren Teil ein Diskettenlaufwerk und eine Festplatte beherbergte. Das zugeklappte Display schützte die Tastatur und den Trackball. Diese konnte der Anwender auch für den Linkshänderbetrieb umrüsten. Statt eines Trackballs konnte auch ein Ziffernblock eingesetzt werden.

Bedeutung des Macintosh Portable

Dieser Computer war kein wirtschaftlicher Erfolg. Er zeigte aber auf, daß Apple gewillt war auch für seine Plattform über mobile Alternativen nachzudenken. Zu diesem ersten Versuch eines mobilen Apple Macintoshs wurde ein formschöner Stoffkoffer mitgeliefert, was es danach nie wieder gab. Der Tragegriff des Computers war der Öffner, um das Display hochzuklappen und die Tastatur und den Trackball zugänglich zu machen. Nur einmal später noch gab es mit dem iBook G3 Clamshell einen Tragegriff.

Sein hoher Preis und sein hohes Gewicht verhinderten einen Markterfolg. Die Geräte, die es heute noch gibt sind nicht mehr funktionsfähig, wenn die Akkus keine Energie speichern können. Im Grunde ist es dieselbe Technik, die bei Autobatterien eingesetzt wird. Leider kann der Macintosh Portable nicht nur mit einer Netzverbindung genutzt werden. Ein geladener Akku ist zwingend erforderlich.

Spezifikation Macintosh Portable

KategorieDetails
Produktionszeitraum:09/1989-10/1991
Preis:$7300 (mit Festplatte)
Preis (19.1.2022):$16505
Prozessor:Motorola 68000, 16 MHz
Massenspeicher:40 MB
RAM:1-9 MB
Display:9,8″, 640×400
Spezifikation Macintosh Portable

PowerBook 180 von 1992

Nach dem ersten erfolglosen Versuch mit dem Macintosh Portable einen mobilen Apple Macintosh anzubieten, stellte Apple mit der PowerBook 100-Reihe ein revolutionäres neues Konzept vor. Zu dieser Reihe von Laptops gehört auch mein PowerBook 180 von 1992. Es war das Spitzengerät der damaligen Reihe.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs - PowerBook 180 von 1992
PowerBook 180 von 1992

Revolutionär war die Verlagerung der Tastatur in den hinteren Bereich und die Positionierung eines Pointing Devices vor der Tastatur. In dieser Reihe wurde wie auch beim Vorgänger ein Trackball eingesetzt. Erst mit dem PowerBook 500 ersetzte Apple dann den Trackball durch ein Trackpad. Damit hatte man dann eine ergonomische Handablage ermöglicht, was die Arbeit mit dem Laptop sehr erleichterte.

Dieses Gerät ist eine Zusammenarbeit von Apple und Sony, die das Gerät für Apple bauten. Es war für damalige Verhältnisse schon sehr kompakt gebaut. Während der Portable noch den Standard Motorola 68000 Prozessor hatte, verbaute Apple im PowerBook 180 den 68030 mit 33 MHz. Sein 10 Zoll großes Graustufendisplay in Active Matrix Technologie war für viele Jahre eines der größten Displays in Apples mobilen Computern. Auch hier waren ein Diskettenlaufwerk und eine Festplatte verarbeitet.

Das dunkle granitgraue Gehäuse war eine Abkehr von den sonst in der Industrie verwendeten Farben. Diese Farbe wurde dann die nächsten 10 Jahre für alle PowerBooks verwendet.

Bedeutung des PowerBook 180

Das Design der PowerBook 100-Reihe galt als eines der einflussreichsten Designs für alle zukünftigen mobilen Computer. Nicht nur Apple selbst hat diese Form über die Jahre immer weiter verfeinert, sondern auch die PC-Anbieter sind genau diesem Gehäusekonzept gefolgt. Nur der Trackball wurde durch Trackpads ersetzt.

In vielen Rückblicken wird Apple auch heute noch für dieses Designkonzept gelobt. Das Topmodell PowerBook 180 wurde als ernsthafter Desktop-Ersatz verwendet. Zum Anschluß eines externen Monitors hatte er einen speziellen Anschluss. Der Akku hielt bis zu drei Stunden.

Spezifikation PowerBook 180

KategorieDetails
Produktionszeitraum:10/1992-05/1994
Preis:$4110
Preis (19.1.2022):$8180
Prozessor:Motorola 68030, 33 MHz
Massenspeicher:80-160 MB
RAM:4-14 MB
Display:10″, 640×400
Spezifikation PowerBook 180

PowerBook G3 „Wallstreet“ von 1998

Zwischen der PowerBook 100-Reihe und der PowerBook G3-Reihe lagen einige Jahre. Apple platzierte mit der 500-Reihe (Motorola 68k-Prozessoren) und den ersten PowerBooks mit PowerPC-Prozessor erfolgreiche Baureihen am Markt. Diese Laptops wurden immer kompakter, leichter und eleganter. Diese Zeit ist allerdings auch gleichbedeutend mit dem wirtschaftlichen Abstieg von Apple, der auch an Qualitätsproblemen des PowerBooks 5300 lag. Der Wechsel zu Steve Jobs als neuen iCEO wird begleitet durch die neue PowerBook G3-Reihe.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: PowerBook G3 von 1998
PowerBook G3 von 1998

Die Designsprache zeigte weichere abgerundete Formen. Die Displays waren bis zu 14,1 Zoll groß. Der G3-Prozessor war den Intel Pentium- und Pentium II-Prozessoren leistungsmäßig überlegen. Diese Laptops wurden als die schnellsten mobilen Computer der Welt vermarktet.

Bedeutung des PowerBook G3 „Wallstreet“

Auch heute noch gilt das PowerBook G3 „Wallstreet“ unter Sammlern als eines der nachgefragtesten Vintage Apple Laptops. Es ist der erste mobile Macintosh, der offiziell auch für Mac OS X freigegeben war. Als erstes PowerBook konnte es optische Laufwerke mit ATA Bus verwenden. Daran konnten PowerBook-Nutzer dann viele günstige PC-Laufwerke anschließen.

Das PowerBook G3 ist in vielen Filmen und Serien dieser Zeit aufgetaucht. Apple positionierte es vor allem in Mission: Impossible II und Sex and the City. Als eines der ersten Laptops hatte es das Firmenlogo an zentraler Stelle auf der Rückseite des Displays. Damals allerdings stand der Apfel noch auf dem Kopf, wenn der Displaydeckel geöffnet war.

Spezifikation PowerBook G3 „Wallstreet“

KategorieDetails
Produktionszeitraum:05/1998-08/1998
Preis:$2299-$7000
Preis (19.1.2022):$3898-$11869
Prozessor:PowerPC 740/750 (G3), 233-292 MHz
Massenspeicher:2 GB
RAM:32-512 MB
Display:12,1″-14,1″, 800×600-1024×768
Spezifikation PowerBook G3 „Wallstreet“

iBook G3 „Tangerine“ von 2000

Als Steve Jobs seine neue vereinfachte Produktstrategie vorstellte, fehlte im Jahr 1999 nur noch ein Produkt in den vier Produktquadranten. Besetzt waren bereits die Quadranten Consumer-Desktop (iMac G3), Professional-Desktop (Power Mac G3) und der Professional-Laptop (PowerBook G3). Nur noch der Quadrant Consumer-Laptop war nicht besetzt.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: iBook G3 von 2000
iBook G3 von 2000

Als Design-Vorlage verwendete Apples Stardesigner Jony Ive natürlich den iMac G3, der mit bunten transparenten Gehäusen die Herzen der Kunden erobert hatte. Was Apple damals als iBook G3 veröffentlichte, verblüffte das Publikum. Auf Grund seiner Form wurde es in der Folge Clamshell (Muschelschale) genannt. Ich habe hier die orangefarbene Version (Tangerine) der ersten Serie. Es war bereits für Wifi vorbereitet und wurde von Steve Jobs auch so präsentiert.

Mit dem integrierten Handgriff sah das Gerät sehr nach einer Damenhandtasche aus. Auch das Netzteil war von Jony Ive durchgestylt worden. So unglaublich es klingt, war dieses Gerät doch viel leistungsfähiger als preislich vergleichbare Windows-Laptops. Apple verbaute robuste Technik und das iBook G3 Clamshell galt als einer der zuverlässigsten mobilen Macintoshs.

Das Polycarbonat-Gehäuse zeigte über die Jahre jedoch Risse. Zum Glück brach das Gehäuse aber selten. Der Anwender konnte die Tastaturfläche abheben und erhielt damit einen leichten Zugang zu austauschbaren Komponenten.

Bedeutung des iBook G3 Clamshell

Das iBook G3 gab es ab 2001 auch mit der neuen weißen Designsprache. Deshalb muss deutlich zwischen diesen beiden Produktlinien unterschieden werden. Ich benutze den Spitznamen Clamshell für das hier beschriebene Gerät.

Das iBook G3 Tangerine hatte seinen berühmtesten Auftritt im Kinofilm Legally Blond von 2001. Die besondere Bedeutung des iBook G3 Clamshell ist die Begründung einer Reihe von Consumer-Laptops, die in der Folge einen kostengünstigen Einstieg in diese Geräteklasse ermöglicht hat. Auch wenn diese Designs dann viel zurückhaltender waren, als diese übertrieben bunte Variante des iBooks. Wenn man dieses Gerät in Händen hält, dann fällt einem erst auf, wie groß und schwer es ist. Kompakt geht anders.

Spezifikation iBook G3 Clamshell

KategorieDetails
Produktionszeitraum:07/1999-09/2000
Preis:$1599-$1799
Preis (19.1.2022):$2694-$3031
Prozessor:PowerPC 750 (G3), 300-366 MHz
Massenspeicher:3,2-6 GB
RAM:32-576 MB
Display:12,1″, 640×480-800×600
Spezifikation iBook G3 Clamshell

PowerBook G4 „Titanium“ von 2001

Was war dieses Gerät für eine Offenbarung. Ein riesiges 15,2 Zoll Display und nur ein kleiner Rahmen gaben dem Titanium ein unverwechselbares Aussehen. So sehen heute alle Laptop-Displays aus. Dieses Gerät war Apples Abkehr von Plastikgehäusen hin zu Metallgehäusen. Es gab einen Kunstoffrahmen in den Titanbleche eingesetzt wurden. Damit war dieses große Gehäuse auch sehr leicht für damalige Verhältnisse.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: PowerBook G4 Titanium von 2001
PowerBook G4 Titanium von 2001

Auch hier konnte man die schwarze Tastatur abheben und die darunter befindlichen Komponenten austauschen. Der G4-Prozessor war die nächste Generation der PowerPC-Prozessoren. Die hohe Rechenleistung in Verbindung mit dem hochwertigen und flachen Gehäuse machten das PowerBook G4 Titanium so attraktiv und sexy.

Steve Jobs stellte in seiner Keynote zum PowerBook G4 Titanium die damals unglaublichen technischen Spezifikationen vor und fragte: „What about the sex?“. Er verglich es damals mit den Vaio-Subnotebooks von Sony.

Bedeutung des PowerBook G4 Titanium

Das TiBook (Titanium iBook) war das erste Apple Laptop, das die neue Designsprache mit hochwertigen Gehäusematerialen aufnahm. Es ersetzte die schwarzen Kunststoff-PowerBooks und war viel eleganter und schmaler. Das Material Titan war leider sehr anfällig für Risse und der Kunststoffrahmen war auch nicht sehr stabil. Speziell die Displayscharniere waren empfindlich und der Lack blätterte häufig vom lackierten Titanblech ab.

Die G4-Power visualisierten sie mit einer schnellen Kamerafahrt, die interessanterweise in Innsbruck aufgenommen war. Aus welchem Grund auch immer sie sich für Innsbruck in Österreich entschieden haben, kann ich nicht sagen.

Das TiBook hatte das erste Widescreen-Display bei Apple. Und auch nach heutigen Maßstäben ist der Displaydeckel unglaublich flach. Endlich stand das Apple Logo richtig herum, wenn man den Displaydeckel öffnete. Seitdem zeigen Nutzer stolz das (beleuchtete) Apple Logo ihrem Gegenüber. Ein tolles Bild in Vorlesungen und Keynotes.

Spezifikation PowerBook G4 Titanium

KategorieDetails
Produktionszeitraum:01/2001-10/2001
Preis:$2599-$3499
Preis (19.1.2022):$4193-$5645
Prozessor:PowerPC 7410 v1.3 (G4), 400-500 MHz
Massenspeicher:10-30 GB
RAM:128 MB-1 GB
Display:15,2″, 1152×768
Spezifikation PowerBook G4 Titanium

PowerBook G4 12″ von 2003

Das PowerBook G4 12 Zoll ist für viele das beste Laptop, das Apple jemals gemacht hat. Es ist das erste Aluminium Laptop von Apple und damit der Urvater der heutigen MacBook Pros. Apple brachte es zusammen mit dem 17 Zoll PowerBook G4 auf den Markt.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: PowerBook Pro 12" von 2003
PowerBook Pro 12″ von 2003

Es wird als besonders angesehen, da es die Antwort für den großen Preisunterschied zwischen dem iBook und dem TiBook lieferte. Preislich war es zwischen diesen beiden angeordnet. Dafür war es vergleichsweise günstig, kompakt, leicht und leistungsfähig. Kurz: der perfekte mobile Apple Macintosh.

Der G4-Prozessor in diesem kleinen Aluminium-Gehäuse machte dieses Gerät zu einem der gefragtesten Gadgets für Professionals der damaligen Zeit. Die Tastatur war hervorragend und ging bis an den Rand. Das Trackpad ermöglichte erstmals die heute so geschätzten Zweifinger-Scrollgesten. Ein DVD-Brenner war auch eingebaut in der teureren Variante. Das RAM kann über einen leicht zugänglichen Speicherslot erweitert werden.

Bedeutung des PowerBook G4 12″

Dieses Gerät war eine kompakte aber leistungsfähige Sensation. Kein damaliges ultaportables Laptop der PC Welt konnte mit diesem Paket mithalten. Da er als der Design-Vater der heutigen Aluminium MacBook Pros angesehen werden kann, ist dieses Design und das Material einfach als zeitlos anzusehen. Apple hatte aus den Fehlern der Titaniums gelernt und mit dem anodisiertem Aluminium ein widerstandsfähiges Material gefunden. Selbst die Tastatur gilt auch heute noch als aussergewöhnlich gut.

Man muß dieses Gerät in der Hand gehalten haben, um zu verstehen, wie besonders dieses Gerät ist.

Spezifikation PowerBook G4 12″

KategorieDetails
Produktionszeitraum:01/2003-09/2003
Preis:$1799
Preis (19.1.2022):$2791
Prozessor:PowerPC 7455 v3.3 (G4)
Massenspeicher:40-60 GB
RAM:128-1152 MB
Display:12,1″, 1024×768
Spezifikation PowerBook G4 12″

MacBook White von 2006

Der Nachfolger des iBook G4 und des oben genannten PowerBook G4 12″ war die MacBook-Reihe mit dem neu gestalteten weißen Polycarbonatgehäuse und den ersten Intel-Prozessoren. Nachdem Apple keine PowerPC-Prozessoren mehr verbaute, gab es auch keinen Grund mehr die Rechner PowerBook zu nennen. Es wurde ein neuer Name für diese neue Geräteklasse gefunden. Apple verbaute einen 13 Zoll großen Widescreen-Bildschirm.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: MacBook White von 2006
MacBook White von 2006

Leider war das Gehäusematerial nicht sehr haltbar und über die Zeit entstanden leichte Haarrisse. An solchen Stellen konnte das Gehäuse dann brechen. Mein Gerät bekam einmal ein neues Gehäuse von Apple spendiert, da sie die Garantiezeit für solche Fehler verlängerten. Es sieht heute immer noch makellos aus. Auch hat es weiterhin seine makellose weiße Farbe und ist über die Jahre nicht vergilbt. So muss das sein.

Bedeutung des MacBook White

Das Apple MacBook war das bestverkaufte Apple Laptop aller Zeiten. Dies war auch der Einstieg für mich in die Apple Welt. Es hatte als erstes Apple Laptop einen spiegelnden (glossy) Bildschirm, der heute Standard in der Industrie ist. Die Tastatur war etwas ins Gehäuse vertieft, so daß die Tasten den Bildschirm im geschlossenen Zustand nicht berührten. Auch der magnetische, nicht-mechanische Verschluss des MacBooks war damals etwas besonderes.

Das MacBook gab es nicht nur in Weiß, sondern auch in Schwarz als exklusive und teure Variante. Mit der Einführung des MacBook Aluminium Unibody im Jahr 2008 wurde das schwarze Gerät eingestellt, während die weiße Version weiter verkauft wurde. Im Jahr 2009 brachte Apple dann noch ein weißes Unibody MacBook raus, welches bis 2011 angeboten wurde.

Spezifikation MacBook White

KategorieDetails
Produktionszeitraum:11/2006-05/2007
Preis:$1099
Preis (19.1.2022):$1551
Prozessor:Intel Core 2 Duo, 1,83-2 GHz
Massenspeicher:60-160 GB
RAM:3 GB
Display:13,3″, 1280×800
Spezifikation MacBook White

MacBook Pro 15″ von 2007

Das MacBook Pro war 2006 der erste Macintosh, der die Transition vom PowerPC zum Intel-Prozessor machte. Apple vergab den neuen Namen MacBook Pro an diese Geräte mit Core Duo-Prozessoren und brachte sie als 15 Zoll und später auch als 17 Zoll Variante auf den Markt.

Beispiel eines mobilen Apple Macintoshs: MacBook Pro 15" von 2007
MacBook Pro 15″ von 2007

Das Design der Geräte blieb unverändert zu den PowerBooks der Jahre vorher. Dieses Gerät bekam allerdings als erstes den heute hochgeschätzten MagSafe-Ladeanschluss. Mein MacBook Pro 15″ war die letzte Iteration des Aluminium-Designs, was seit 2003 immer weiter verfeinert wurde. Apple hatte daraus viel gelernt. Dies führte dann zu den Aluminium Unibody Designs ab dem Jahr 2008.

Bedeutung des MacBook Pro 15″

Diese Generation von mobilen Apple Macintoshs war in zweierlei Hinsicht bedeutsam. Sie waren die ersten Apple Geräte, die Intel Prozessoren erhielten. Und sie waren die letzten Apple Laptops vor dem Aluminium Unibody Design. Sie sind damit, was die Produktpflege dieser ersten Aluminium-Gehäuse angeht, die letzte Entwicklungsstufe und deshalb unter Sammlern sehr gefragt.

Spezifikation MacBook Pro 15″

KategorieDetails
Produktionszeitraum:06/2007-02/2008
Preis:$1999-$2499
Preis (19.1.2022):$2671-$3339
Prozessor:Intel Core 2 Duo, 2,2-2,6 GHz
Massenspeicher:120-250 GB
RAM:6 GB
Display:15,4″, 1440×900
Spezifikation MacBook Pro 15″

MacBook Aluminium Unibody von 2008

Im Jahr 2008 stellte Apple ein neues Gehäusedesign für ihre mobilen Macintoshs vor, das bis heute gültig ist. Aluminium Unibody war das Zauberwort und Jony Ive erklärte uns, wie die vorherige Aluminum-Generation der MacBook Pros noch verbessert werden konnte. Apple nannte es Aluminium Unibody Design und reduzierte damit die Anzahl der Gehäuseteile. Sie konnten damit eine verbesserte Verarbeitungsqualität erreichen.

Mac Book Aluminum Unibody von 2008
Mac Book Aluminum Unibody von 2008

In mehreren Keynotes im Jahr 2008 wurden zuerst das MacBook Pro als später auch das MacBook in dieser neuen Form vorgestellt. Das MacBook sollte der Nachfolger des schwarzen MacBooks und des PowerBook 12″ sein. Es wurde mit einem 13 Zoll glossy Widescreen-Display ausgestattet. Nach dem PowerBook Titanium gab es auch wieder schwarze Tasten. Das Trackpad bekam für damalige Verhältnisse riesige Ausmaße und hatte keine Taste mehr. Die ganze Fläche des Trackpads war nunmehr die Taste.

Das MacBook 2008 sah so hochwertig aus, daß ich es damals unbedingt haben wollte, obwohl ich erst ein Jahr vorher mit dem MacBook White meinen allerersten Macintosh gekauft hatte. Apple war schließlich der Meinung, daß das Aluminum Unibody aufgrund seines Premium Look and Feel nur für das Spitzenmodell MacBook Pro verwendet werden sollte. Deshalb wurde es schon 2009 wieder eingestellt. Erst mit dem MacBook Retina 2012 kam wieder ein MacBook mit Aluminium Unibody auf den Markt

Bedeutung des MacBook Aluminium Unibody

Die Bedeutung des MacBook Aluminium Unibody kann nicht genügend hoch eingeschätzt werden. Dies ist das finale Design von Apple für ihre mobilen Macintoshs. Seit 2008 ist nur noch in wenigen Bereichen am Design gefeilt worden. Das MacBook Air hat nochmal aufgezeigt, wie viel kleiner man heute Laptop-Technik verbauen kann. Das MacBook Pro Retina ist die flachste Version eines MacBook Pro. Das aktuelle MacBook Pro M1 ist wieder dicker geworden und es sind wieder mehr Anschlüsse dazu gekommen. Apple hat in dieser Zeit auch gelernt. Aber ein Aluminium Unibody ist die finale Evolutionsstufe für Material und Design.

Spezifikation MacBook Aluminium Unibody

KategorieDetails
Produktionszeitraum:10/2008-06/2009
Preis:$1299-$1599
Preis (19.1.2022):$1692-$2083
Prozessor:Intel Core 2 Duo, 2,0-2,4 GHz
Massenspeicher:160-320 GB
RAM:8 GB
Display:13,3″, 1280×800
Spezifikation MacBook Aluminum Unibody

Fazit

Mir persönlich hat die Beschäftigung mit der Geschichte der mobilen Apple Macintoshs anhand meiner Sammlungsstücke einen tiefen Einblick in die Entwicklung mobiler Computer gegeben. Apple mag selten der erste gewesen sein, der neue Ideen auf Markt brachte. Aber wenn sie neue Produkte auf den Markt brachten, dann waren sie ausgereift und qualitativ hervorragend. Ich bin begeistert eine so breite Palette an Beispielen für diese Geschichte in meinem Computermuseum zu haben.

Über 20 Jahre Geschichte der mobilen Apple Macintoshs
Über 20 Jahre Geschichte der mobilen Apple Macintoshs

Ein Produkt fehlt meiner Meinung nach noch, was diese Sammlung abrunden würde: das Apple MacBook Air ist eines der einflussreichsten Laptop-Designs der letzten 15 Jahre.

Auch die PC Konkurrenz ist spätestens seit dem MacBook Air auf den Ultrabook-Zug aufgesprungen. Intel und Microsoft haben diese Gehäuseklasse unterstützt, da Apple mit seinem Design so viel attraktiver erschien. Auch dort werden nun stylishe und robuste Aluminiumgehäuse verbaut.

Mir stellt sich die Frage, wie zukünftige mobile Apple Macintoshs aussehen werden. Wird das iPad Pro irgendwann mal die Produktivitätskrone von den MacBook Pros übernehmen? Aluminum ist das Material der Wahl. Wann wird Liquidmetal kommen und sich als Gehäusematerial anbieten?

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